SK Square: 41 Prozent Verlust in 30 Tagen
Veröffentlicht am: 28.07.2026 um 04:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Massive Verkaufswellen erfassen die südkoreanische Tech-Szene. SK Square verliert allein am Dienstag über zwölf Prozent an Boden. Die Investmentholding wird von einem heftigen Deleveraging-Zyklus mitgerissen.
Zwangsliquidationen setzen Markt unter Druck
Parallel dazu treibt der Verkaufsdruck auf den KOSPI-Index die Kurse nach unten. Erzwungene Glattstellungen von kreditfinanzierten Positionen erreichten im Juli ein Volumen von rund 344 Milliarden Won. Dieser Prozess trifft Halbleiter-Werte besonders hart, da Investoren ihre gehebelten Einsätze nach dem KI-Boom im Juni nun massenhaft auflösen.
Als Holding reagiert SK Square extrem sensibel auf die Entwicklung seiner Kernbeteiligung. Das Unternehmen hält gut 20 Prozent am Chiphersteller SK Hynix. Da dessen Kurs vom Allzeithoch um fast 40 Prozent eingebrochen ist, korrigiert der Markt nun auch die Bewertung der Muttergesellschaft drastisch. In den vergangenen 30 Tagen hat das Papier bereits rund 41 Prozent an Wert verloren.
Fokus auf Aktionärsrendite
Trotz der Marktturbulenzen hält das Management an seinem Plan zur Wertsteigerung fest. CEO Kim Jung-kyu forcierte zuletzt die Rückführung von Kapital an die Anteilseigner. Ein Aktienrückkaufprogramm über 40 Milliarden Won wurde erst kürzlich abgeschlossen. Das Ziel bleibt eine deutliche Verringerung des Abschlags zum inneren Wert des Portfolios bis zum Jahr 2027.
Marktbeobachter blicken nun gespannt auf die Quartalszahlen von SK Hynix Ende Juli. Hohe Gewinne durch die Nachfrage nach Spezialspeichern für KI-Anwendungen gelten als sicher. Dennoch fürchten Anleger, dass gute Nachrichten für weitere Gewinnmitnahmen genutzt werden könnten.
Die technische Lage ist extrem angespannt. Mit einem Relative-Stärke-Index von 35,5 nähert sich das Papier zwar einer überverkauften Zone, doch eine Bodenbildung ist bisher nicht in Sicht. Eine nachhaltige Erholung setzt voraus, dass der Verkaufsdruck am südkoreanischen Gesamtmarkt nachlässt. Der massive Bewertungsabschlag zum eigenen Investmentportfolio bleibt vorerst die größte Hürde für eine Trendwende.
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