SLB, Aktie

SLB Aktie: VIEC-Technologie von Sulzer übernommen

Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 05:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de

SLB integriert elektrostatische Trenntechnik von Sulzer, sichert sich Tiefsee-Aufträge und treibt Expansion voran.

SLB übernimmt VIEC-Technologie: Effizienz in der Ölproduktion
Abstrakte Darstellung industrieller Technologie mit Fokus auf moderne Komponenten und Innovation in einem High-Tech-Umfeld. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

SLB hat die Übernahme der VIEC-Technologie von Sulzer abgeschlossen, um sein Angebot im Bereich der Produktionseffizienz gezielt zu erweitern. Das Verfahren nutzt elektrostatische Felder, um die Trennung von Öl und Wasser in einem einzigen Prozessschritt zu optimieren. Laut Patrick Bauer von SLB ermöglicht diese Technologie, den Wassergehalt auf unter ein Prozent zu senken, was insbesondere bei reifen Ölfeldern mit einem natürlicherweise steigenden Wasseranteil von Bedeutung ist. Die Übernahme zielt darauf ab, die Ausbeute bestehender Anlagen zu maximieren und die Betriebskosten durch eine effizientere Aufbereitung der Rohstoffe zu senken.

Effizienzsteigerung in der Öl-Wasser-Trennung

Die VIEC-Technologie (Vessel Internal Electrostatic Coalescer) wird bereits weltweit sowohl bei Onshore- als auch bei Offshore-Projekten eingesetzt. Durch die Integration in das bestehende Portfolio stärkt SLB seine Fähigkeiten bei der Maximierung des Outputs aus bestehenden Lagerstätten. Da die Reduzierung des Wasseranteils oft ein Engpass in der Produktion reifer Felder darstellt, gilt die effiziente Separation als Schlüsseltechnologie für die Verlängerung der Lebensdauer von Förderprojekten. Die technische Umsetzung erfolgt dabei über elektrostatische Koaleszenzfilter, die eine schnellere Trennung der Flüssigkeiten ermöglichen als herkömmliche mechanische Verfahren.

Großauftrag in Indonesien und Zukauf in Norwegen

Parallel zur Integration der neuen Separationstechnik baut SLB seine Präsenz im Tiefsee-Sektor über OneSubsea weiter aus. Das Joint Venture, an dem neben SLB auch Aker Solutions und Subsea7 beteiligt sind, sicherte sich einen bedeutenden Auftrag von Eni für das Projekt Kutei North Hub in Indonesien. Der Vertrag umfasst die Lieferung eines komplexen Versorgungsleitungssystems für Wassertiefen von bis zu 2.200 Metern. Das Gesamtgewicht der bestellten Stahlrohr-Umbilicals wird mit rund 6.700 Tonnen beziffert. Zur Herstellung werden spezielle Fertigungslinien genutzt, die eine parallele Produktion der Komponenten erlauben.

Zusätzlich treibt OneSubsea die anorganische Expansion voran und hat vereinbart, das Subsea-Geschäft der norwegischen Envirex-Gruppe zu übernehmen. Mads Hjelmeland, CEO von OneSubsea, betonte, dass dieser Schritt das technologische Profil des Unternehmens im Unterwasserbereich weiter schärfen werde. Der Abschluss dieser Transaktion ist für die erste Jahreshälfte 2026 vorgesehen.

Finanzzahlen und Ausblick auf das zweite Quartal

Am Aktienmarkt verzeichnete der Wert zuletzt eine Seitwärtsbewegung. Zum Handelsschluss am Freitag notierte die Aktie bei 40,96 €, was einem Tagesverlust von 0,46 % entspricht. Trotz dieser kurzfristigen Schwankung weist das Papier seit Jahresbeginn ein deutliches Plus von 25,64 % auf. Der aktuelle Kurs liegt dabei rund 8,88 % unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 44,95 €.

Investoren richten ihre Aufmerksamkeit nun auf den 24. Juli 2026, wenn SLB die Ergebnisse für das zweite Quartal vorlegen wird. Im Auftaktquartal 2026 konnte das Unternehmen einen Umsatz von 8,72 Milliarden US-Dollar erzielen, was einem Zuwachs von 3 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entsprach. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 0,52 US-Dollar. Zudem wird die weitere Umsetzung des Aktienrückkaufprogramms im Volumen von 10 Milliarden US-Dollar beobachtet, das zum Ende des ersten Quartals bereits zu 63 % vollzogen war.

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