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Smi Aktie: Pharma bremst, Banken stützen

Veröffentlicht: 14.07.2026 um 20:11 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Der Schweizer Leitindex gibt nach, belastet von schwachen Pharmawerten. Bankaktien profitieren von positiven US-Quartalszahlen und stützen den Markt.

SMI schließt leichter: Pharmasektor belastet, Banken legen zu
Ein großes Zahnrad (Banken) stützt ein kleineres, langsamer drehendes Zahnrad (Pharma) vor einer Finanzkulisse. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Schweizer Leitindex hat sich am Dienstag lange gegen rote Vorzeichen gewehrt und am Ende doch nachgegeben. Der SMI schloss bei 14.241,77 Punkten, ein Minus von 24,41 Punkten oder 0,17 Prozent. Zwischenzeitlich rutschte der Index bis auf 14.114,37 Punkte ab, bevor er sich im Tagesverlauf wieder erholte.

Auslöser der Nervosität war die erneute Eskalation zwischen den USA und dem Iran. Das US-Militär griff bereits die dritte Nacht in Folge Ziele im Iran an, die Sperrung der Straße von Hormus schürte neue Sorgen um Öllieferungen. Die Ölpreise zogen im Juli deutlich an — ein Kontrapunkt zu den US-Verbraucherpreisdaten für Juni, die wegen gefallener Ölpreise eigentlich Entlastung versprochen hatten. Am Nachmittag sorgten die Inflationszahlen aus den USA dann doch noch für etwas Rückenwind, der die Verluste im SMI eindämmte.

Pharmawerte unter Druck, Banken gefragt

Die Schwäche des Tages kam vor allem aus dem Pharmasektor. Alcon verlor rund 3 Prozent, Novartis und Lindt & Sprüngli gaben jeweils etwa 1,7 Prozent ab. Roche, Galderma, Givaudan und Lonza büßten zwischen 1 und 1,2 Prozent ein. Straumann Holding, Sandoz Group und Logitech International verloren zwischen 2 und 2,25 Prozent, während auch Geberit, Sonova, SGS, Zurich Insurance, Sika und Richemont schwächer aus dem Handel gingen.

Auf der anderen Seite sorgten die Banktitel für Auftrieb. UBS Group kletterte um rund 3,7 Prozent, nachdem am Vortag fünf große US-Banken mit ihren Quartalszahlen kräftige Gewinnsteigerungen vermeldet hatten. VAT Group gewann 3,2 Prozent, Julius Baer und ABB legten um 2,25 beziehungsweise 2 Prozent zu. Swiss Re rückte gut 1 Prozent vor, während Schindler Ps, Swiss Life Holding und Holcim moderate Gewinne verbuchten.

Bei den 20 SMI-Werten standen sich zwölf Verlierer und acht Gewinner gegenüber — von einer klaren Richtung konnte keine Rede sein. Das Handelsvolumen lag bei 21,8 Millionen Aktien und damit höher als am Vortag mit 18,68 Millionen. Kühne + Nagel gab anfängliche Gewinne wieder ab und schloss 0,1 Prozent leichter, nachdem der Logistiker tags zuvor noch von höheren Frachtraten wegen der Hormus-Sperrung profitiert hatte.

Deflationäre Tendenz hält an

Auf der Konjunkturseite bestätigte sich ein seit Jahren anhaltender Trend. Die Produzenten- und Importpreise fielen im Juni um 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr, nach einem Rückgang von 1,8 Prozent im Mai — die steilste Talfahrt seit März und der vierte Punkt einer bereits dreijährigen deflationären Phase. Auf Monatsbasis sanken die Preise um 0,3 Prozent, hauptsächlich wegen günstigerer Erdölprodukte.

Für die kommenden Handelstage bleibt die Lage an der Straße von Hormus der zentrale Risikofaktor. Hält die Eskalation zwischen den USA und dem Iran an, dürfte das die Ölpreise weiter stützen und pharmaschwere Indizes wie den SMI erneut unter Druck setzen — während Bankwerte wie UBS von der laufenden US-Berichtssaison zunächst weiter profitieren könnten.

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