SMI, Pharma

SMI: Pharma zieht den Index nach unten

01.06.2026 - 18:53:22 | boerse-global.de

Geopolitische Spannungen und Gewinnmitnahmen bei Novartis und Roche drĂĽcken den SMI um 1,75 Prozent auf 13.305 Punkte.

SMI: Pharma zieht den Index nach unten - Bild: ĂĽber boerse-global.de
SMI: Pharma zieht den Index nach unten - Bild: ĂĽber boerse-global.de

Der Juni beginnt für den Schweizer Aktienmarkt mit einem Dämpfer. Der SMI schloss am Montag mit einem Minus von 1,75 Prozent bei 13.305 Punkten — zwischenzeitlich war der Index sogar unter die 13.300er-Marke gerutscht.

Geopolitik als Kurstreiber

Auslöser des Rückgangs war eine erneute Eskalation im Nahen Osten. Nach US-Bombardierungen am Wochenende in der südlichen iranischen Provinz Hormusgan meldeten die Revolutionsgarden einen Vergeltungsschlag. Wenig später kam die Meldung, der Iran wolle den indirekten Nachrichtenkanal mit den USA vorerst einstellen — als Protest gegen die israelische Eskalation im Libanon. Am Nachmittag verstärkten sich die Verluste im SMI daraufhin merklich.

Marktbeobachter sprechen von "geopolitischem Ping-Pong": Friedenshoffnungen und Ernüchterung wechseln sich derart rasch ab, dass eine verlässliche Positionierung kaum möglich ist.

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Pharma-Schwergewichte unter Druck

Besonders ins Gewicht fiel die Schwäche der heimischen Pharmariesen. Novartis und Roche verloren jeweils mehr als drei Prozent — Händler werteten dies vor allem als Gewinnmitnahmen nach einer starken Entwicklung im Mai. Da beide Titel im SMI erhebliches Gewicht haben, zogen sie den Gesamtindex überproportional nach unten.

Der Start in den Handelstag war noch verhalten negativ gewesen. Die freundlichen Vorgaben aus den USA und Asien hatten zunächst Schlimmeres verhindert — bis die Iran-Meldungen am frühen Nachmittag für den deutlichen Kursrutsch sorgten.

Im weiteren europäischen Umfeld hielten sich die Verluste vergleichsweise in Grenzen: Der EuroStoxx 50 gab lediglich 0,26 Prozent nach, der Londoner FTSE 100 verlor 0,68 Prozent. Der SMI fiel damit europaweit am stärksten zurück — ein klares Zeichen dafür, wie empfindlich der pharmalastige Schweizer Index auf sektorspezifischen Gegenwind reagiert.

Ob die Iran-Verhandlungen in den kommenden Tagen wieder aufgenommen werden, dürfte für die Richtung des SMI in dieser Woche entscheidend sein — schon kleine Signale in Richtung Entspannung haben zuletzt für rasche Kurserholungen gesorgt.

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