Smurfit, Westrock

Smurfit Westrock Aktie: Streik in den USA

Veröffentlicht: 26.03.2026 um 17:01 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Bei Smurfit Westrock führt die geplante Werksschließung in Massachusetts zu einem Arbeitskampf. Analysten bewerten die langfristige Strategie des Verpackungskonzerns trotzdem positiv.

Smurfit Westrock Aktie: Streik in den USA Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de
Smurfit Westrock Aktie: Streik in den USA Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Bei Smurfit Westrock knirscht es im US-Geschäft. Während der Verpackungsriese seine Standorte im Zuge der Integration strafft, wehren sich Mitarbeiter in Massachusetts mit einem Streik gegen die geplante Schließung ihres Werks. Dieser Arbeitskampf markiert einen schwierigen Moment in der laufenden Optimierungsstrategie des fusionierten Konzerns.

Arbeitskampf in Massachusetts

Seit dem 24. März 2026 bestreiken Mitglieder der Gewerkschaft Teamsters Local 3 das Werk in Wakefield. Auslöser war das Auslaufen des bisherigen Tarifvertrags am Vortag. Rund 60 Beschäftigte beteiligen sich an dem Ausstand. Sie fordern höhere Löhne sowie bessere Konditionen bei der Gesundheitsvorsorge und der Altersabsicherung.

Die Spannungen haben einen konkreten Hintergrund: Smurfit Westrock plant, den Standort Wakefield im Mai 2026 endgültig zu schließen. Im Rahmen dieser „Optimierungsbemühungen“ sollen zwischen dem 18. und 31. Mai insgesamt 91 Mitarbeiter entlassen werden. Die Produktion wird auf andere Standorte des globalen Netzwerks verteilt, das nach der Fusion von 2024 mittlerweile über 500 Anlagen umfasst.

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Analysten und Ausblick

An der Börse wird derweil die langfristige Strategie bewertet. Obwohl die jüngsten Quartalszahlen hinter den Markterwartungen zurückblieben, zeigen sich einige Institutionen zuversichtlich. Goldman Sachs startete am 24. März die Abdeckung der Aktie mit einer Kaufempfehlung („Buy“). Auch BNP Paribas stuft den Titel weiterhin als „Outperform“ ein, passte jedoch das Kursziel an die aktuellen Marktbedingungen an.

Für Investoren steht die Frage im Raum, wie reibungslos die Konsolidierung in Nordamerika voranschreitet. Das Management peilt für den Zeitraum von 2026 bis 2030 ein jährliches Wachstum des bereinigten EBITDA von etwa 7 % an. Neue Details zum Fortschritt der Integration und den Auswirkungen der Kostensenkungsprogramme werden am 29. April 2026 erwartet, wenn das Unternehmen seinen nächsten Quartalsbericht vorlegt.

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