Söder: Europa muss bei Medienregulierung schneller werden
Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 12:07 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Letztlich brauchen wir dazu eine europĂ€ische Idee", sagte Söder bei den Medientagen MĂŒnchen. Das deutsche Medienrecht orientiere sich noch an RealitĂ€ten, die es eigentlich nicht mehr gebe. Die bisherigen Verfahren seien zu langsam, um mit der rasanten Entwicklung der internationalen Medienwelt Schritt zu halten.
Söder sprach sich dafĂŒr aus, auf europĂ€ischer Ebene stĂ€rker zu regeln, wer den Zugang zu Medieninhalten kontrolliert, wie dafĂŒr bezahlt wird und wer ĂŒber Inhalte bestimmen kann. Europa mĂŒsse dabei schneller werden. "Die MĂŒhlen in Europa mahlen manchmal sehr langsam, leider." Bayern werde sich fĂŒr entsprechende Lösungen einsetzen.
Faire Zugangsbedingungen
Auch der PrĂ€sident der Bayerischen Landeszentrale fĂŒr neue Medien (BLM), Thorsten Schmiege, warnte vor der Macht groĂer Plattformen. Viele aktuelle Probleme hingen damit zusammen, dass sich Deutschland und Europa technologisch und wirtschaftlich in starke AbhĂ€ngigkeiten begeben hĂ€tten. "Wenn wenige Plattformen zentrale Bedingungen unserer Meinungsbildung prĂ€gen, braucht die demokratische Medienordnung eine Antwort", sagte Schmiege.
Nötig seien transparente Verfahren und faire Zugangsbedingungen. WĂ€hrend es frĂŒher bei der Sicherung der Meinungsvielfalt um die Vergabe von Rundfunkfrequenzen oder KabelplĂ€tzen gegangen sei, stelle sich heute die Frage, ob journalistische Angebote in den Feeds der groĂen Plattformen ĂŒberhaupt noch sichtbar seien.
Die Medientage MĂŒnchen sind mit erwarteten mehr als 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern eines der gröĂten Branchentreffen im deutschsprachigen Raum. Die dreitĂ€gige Konferenz findet in diesem Jahr zum 40. Mal statt.
