Söder verspricht: Minijobs bleiben
Veröffentlicht am: 11.07.2026 um 15:33 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Man kann darĂŒber sprechen, wie Menschen mit Minijobs stĂ€rker vor Altersarmut geschĂŒtzt werden. Aber eine Abschaffung wĂ€re falsch und wĂŒrde wichtigen Branchen wie der Gastronomie, dem Einzelhandel oder der Landwirtschaft schwer schaden."
Die groĂen Reformen bei der Rente seien andere: Die Abschaffung der Rente mit 63 und der Einstieg in eine kapitalgedeckte Altersvorsorge.
Breite BefĂŒrchtungen
Eine breite Allianz von WirtschaftsverbÀnden hat die Bundesregierung ebenso eindringlich davor gewarnt, Minijobs im Zuge der geplanten Sozial- und Rentenreformen faktisch abzuschaffen oder deutlich zu verteuern. In einem Brandbrief an Arbeitsministerin BÀrbel Bas (SPD) und Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) fordern unter anderem der Handelsverband Deutschland, der Deutsche Hotel- und GaststÀttenverband, der Gesamtverband der Land- und Forstwirtschaftlichen ArbeitgeberverbÀnde sowie weitere BranchenverbÀnde den Erhalt der Minijobs in ihrer heutigen Form.
Skepsis in der Politik
Minijobs galten jahrelang als BrĂŒcke in eine dauerhafte BeschĂ€ftigung. Doch nicht nur Wissenschaftler sehen das einstige Erfolgsmodell inzwischen viel kritischer. Auch aus der Politik kommt fast einstimmig Skepsis.
Minijobs mit einem Verdienst von bis zu 603 Euro im Monat abzuschaffen, gehört zu den VorschlĂ€gen fĂŒr eine Rentenreform der schwarz-roten Koalition, die eine Regierungskommission vorgelegt hatte. Die Kommission empfiehlt, Minijobs in die Rentenversicherung einzubeziehen und ihren steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Sonderstatus abzuschaffen. Ausnahmen sollten demnach nur noch fĂŒr SchĂŒlerinnen und SchĂŒler möglich sein.
