Sojabohne, Tonnen

Sojabohne: 102.100 Tonnen Exporte auf Tief

15.05.2026 - 03:43:22 | boerse-global.de

Fehlende Exportzusagen aus China und schwache US-Verkaufszahlen belasten den Sojamarkt. Brasiliens Rekordexporte verschÀrfen den Preisverfall.

Sojabohne: 102.100 Tonnen Exporte auf Tief - Foto: ĂŒber boerse-global.de
Sojabohne: 102.100 Tonnen Exporte auf Tief - Foto: ĂŒber boerse-global.de

EnttÀuschung nach dem Gipfel

Die Sojabohne stand am 14. Mai 2026 an den Terminbörsen stark unter Druck. Auslöser war die ErnĂŒchterung nach dem Treffen von US-PrĂ€sident Trump mit Chinas PrĂ€sident Xi Jinping in Peking. Viele HĂ€ndler hatten auf neue Exportzusagen fĂŒr US-Agrarprodukte gesetzt. Die blieben aus.

US-Finanzminister Bessent bremste die Hoffnungen zusĂ€tzlich. Er verwies darauf, dass bestehende Abkommen den Bedarf bereits abdecken. Die Vereinbarung lĂ€uft bis 2028 und sieht jĂ€hrliche KĂ€ufe von 25 Millionen Tonnen vor. FĂŒr den Markt war das zu wenig, um frische Fantasie zu erzeugen.

China signalisiert bislang keine Bereitschaft, ĂŒber dieses Volumen hinaus mehr US-Soja zu kaufen. Das trifft die amerikanischen Produzenten an einem empfindlichen Punkt. Denn 2024 kamen nur 15 Prozent der chinesischen Sojaimporte aus den USA.

Schwache Exportdaten verschÀrfen den Abverkauf

Hinzu kamen schwache Zahlen aus dem US-ExportgeschĂ€ft. Das Landwirtschaftsministerium meldete wöchentliche VerkĂ€ufe von 102.100 Tonnen. Das war ein Tief fĂŒr das laufende Vermarktungsjahr 2025/26 und lag rund 60 Prozent unter dem Schnitt der vergangenen vier Wochen.

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Parallel dazu drĂŒckt die Konkurrenz aus SĂŒdamerika auf die Preise. Brasilien erreichte im April 2026 einen Exportrekord von mehr als 16,7 Millionen Tonnen. FĂŒr das Gesamtjahr erwarten Analysten und BranchenverbĂ€nde wie ANEC mehr als 108 Millionen Tonnen. Das festigt Brasiliens Rolle als dominanter Anbieter.

Fundament bleibt nicht ohne StĂŒtze

Ganz leer lĂ€uft der Markt trotzdem nicht. Im Inland sorgt die Verarbeitung von Sojabohnen weiter fĂŒr Nachfrage. Das dĂ€mpft den AbwĂ€rtsdruck, auch wenn die jĂŒngste Stimmung klar angeschlagen ist.

Der aktuelle USDA-Bericht vom 12. Mai 2026 senkte die Erwartungen fĂŒr das Vermarktungsjahr 2026/27 auf eine Produktion von 4,435 Milliarden Scheffeln. Der Ertrag liegt dabei bei 53 Scheffeln je Acre. Die EndbestĂ€nde taxierte die Behörde auf 310 Millionen Scheffel und damit unter den zuvor erwarteten 366 Millionen.

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Aussaat und Verarbeitung im Blick

In den nÀchsten Tagen richtet sich der Fokus auf zwei Punkte. Erstens auf den Fortschritt der US-Aussaat, die bereits zu 49 Prozent abgeschlossen ist. Zweitens auf die monatlichen NOPA-Daten. Sie zeigen, wie stark die US-Verarbeiter derzeit Sojabohnen nachfragen.

Beides dĂŒrfte den kurzfristigen Preisverlauf prĂ€gen. Bleibt das Exporttempo schwach und zieht Brasilien weiter KĂ€ufer an, bleibt der Druck hoch. Zahlen zur Verarbeitung können dann nur begrenzt gegenhalten.

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