Solar-Energie, Rekorde

Solar-Energie bricht alle Rekorde und treibt Energiewende voran

11.04.2026 - 12:52:32 | boerse-global.de

Die Solarenergie dominiert den globalen Ausbau erneuerbarer Energien mit einem Rekordzubau von 647 GW. Trotz des Booms bleibt die absolute Stromerzeugung aus fossilen Quellen auf hohem Niveau.

Solar-Energie bricht alle Rekorde und treibt Energiewende voran - Foto: über boerse-global.de

Die globale Energiewende erreicht einen Meilenstein: Solarstrom wird zum unangefochtenen Treiber der Dekarbonisierung. Neue Branchendaten und eine große Finanzierung in Südeuropa unterstreichen diese Dynamik.

Die Energielandschaft hat sich grundlegend verändert. Während die Windkraft wieder Fahrt aufnimmt, überflügelt der Zubau von Solarkraftwerken alle anderen Technologien bei weitem. Diese rasante Expansion wird durch sinkende Modulkosten, förderliche Gesetze wie den EU-Plan REPowerEU und die steigende Nachfrage nach langfristigen Stromlieferverträgen (PPAs) befeuert.

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Solar übertrifft Windkraft in Rekordjahr

Ein am Freitag veröffentlichter Bericht der Denkfabrik Ember zeigt das Ausmaß des Booms. Weltweit wurden 2025 rekordverdächtige 814 Gigawatt (GW) neue Solar- und Windkraftleistung installiert. Die Kluft zwischen den Technologien wird dabei immer größer: Auf die Solarenergie entfielen 647 GW der Neuzugänge, auf die Windkraft nur 167 GW. Das entspricht einem Verhältnis von fast vier zu eins zugunsten der Sonnenenergie.

Die Gesamtleistung von Wind und Sonne hat damit die Marke von 4 Terawatt überschritten. Laut Ember könnte das aktuelle Ausbautempo mehr als ein Siebtel der globalen Gasverstromung ersetzen und jährlich rund 138 Milliarden Euro an Brennstoffimportkosten einsparen. Für Verbraucher bedeutet das mehr Schutz vor den Preisschwankungen fossiler Energien.

Doch der Bericht zeigt auch eine Schattenseite: Obwohl der Anteil fossiler Brennstoffe am Strommix schrumpft, bleibt die absolute Strommenge aus Kohle und Gas auf Rekordniveau. Der Grund ist die steigende globale Nachfrage. Erneuerbare Energien decken derzeit vor allem den neuen Bedarf – sie ersetzen noch nicht schnell genug bestehende Kraftwerke, um die Klimaziele für 2030 zu erreichen.

153 Millionen Euro für Solarkraftwerk in Sizilien

Die Finanzierungswelle für Solarenergie ist ungebrochen. Die Europäische Investitionsbank (EIB) und die Société Générale stellten am Mittwoch ein Paket über 153 Millionen Euro für ein Großprojekt in Italien fertig. Das „Sand Solar“-Projekt auf Sizilien soll eine Leistung von 137 Megawatt (MW) erreichen.

Die Anlage in den Gemeinden Monreale und Gibellina wird voraussichtlich ab Mitte 2027 jährlich rund 256 Gigawattstunden Strom produzieren. Das reicht für fast 100.000 Haushalte und spart im Vergleich zu fossilen Energieträgern etwa 85.000 Tonnen CO? pro Jahr ein. Die Bauarbeiten sollen noch in diesem Monat beginnen.

Für die EIB sind solche Investitionen essenziell, um Europas Energiesicherheit zu stärken. Marktbeobachter sehen in der Finanzierungsstruktur ein Modell für langfristige Investitionen im Mittelmeerraum. Die Region hat zwar ideale Sonnenverhältnisse, kämpfte aber bisher mit logistischen und bürokratischen Hürden.

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Asien dominiert, Afrika hinkt hinterher

Die globale Energiewende verläuft höchst ungleichmäßig. Ein Bericht der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) vom Donnerstag zeigt: Drei Viertel aller neuen Ökostrom-Kapazitäten im Jahr 2025 waren Solaranlagen. Das globale Gesamtvolumen stieg auf 2.392 GW.

Doch das Wachstum konzentriert sich auf wenige Märkte. Asien ist mit Abstand führend. China und Indien trieben mehr als die Hälfte aller globalen Installationen voran. Allein China baute 2025 über 315 GW neue Solarleistung zu, Indien 37 GW. Seit 2022 hat Asien seine Solarleistung mehr als verdoppelt. Chinas Dominanz in der Herstellung von Polysilizium, Wafern und Modulen festigt diese Position.

Andere Regionen wie Afrika kommen kaum voran. Zwar wuchs die Solarleistung dort 2025 auf etwa 22,2 GW, doch das ist nur ein winziger Bruchteil der globalen Gesamtmenge. Experten betonen: Auch wenn die Modulpreise sinken, bremst der Mangel an Investitionen in Netze und dezentrale Lösungen viele Schwellenländer aus.

Unternehmen treiben Nachfrage mit Stromverträgen

Die Nachfrage der Privatwirtschaft wird zum zentralen Wachstumsmotor. Unternehmen wollen mit Stromlieferverträgen (PPAs) ihre ESG-Ziele erreichen und sich vor volatilen Energiepreisen schützen. In Europa wurden im Frühjahr mehr als zwei Drittel aller neuen Ökostrom-Deals von Firmen abgeschlossen.

Vorantreiber sind nach wie vor große Technologiekonzerne und Rechenzentren. Doch auch Einzelhandel und Lebensmittelhersteller steigen ein. In Spanien und Polen haben große Handelsketten kürzlich langfristige Solarverträge für ihren Betrieb gesichert.

Die wirtschaftliche Logik ist überzeugend: Die durchschnittlichen Stromgestehungskosten für Solarenergie sinken weiter. 2024 war Solarstrom im Schnitt etwa 41 Prozent günstiger als die billigste fossile Alternative. Ein 10- oder 15-jähriger PPA bietet Unternehmen doppelten Nutzen: Er erfüllt Nachhaltigkeitsvorgaben und schafft Planungssicherheit in unsicheren Energiemärkten.

Der Weg zu den 2030-Zielen: Flexibilität wird entscheidend

In der zweiten Hälfte des Jahrzehnts rückt die Systemintegration in den Fokus. Branchenvertreter fordern mehr Investitionen in Batteriespeicher (BESS) und intelligente Netze, um die schwankende Einspeisung von Solar- und Windkraft zu managen.

Die Europäische Union hält an ihrem Ziel fest, bis 2030 mindestens 750 GW Solarleistung installiert zu haben. Die aktuellen Wachstumsraten machen dies erreichbar. Doch Analysten warnen vor Risiken durch bürokratische Verzögerungen, überlastete Netze und veraltete nationale Energiepläne.

Die nächste Phase der Energiewende wird unter dem Zeichen der „sauberen Flexibilität“ stehen. Immer häufiger werden Hybridprojekte kombiniert, die Solarkraft mit Großspeichern verbinden – ein Trend, der sich bereits in Ausschreibungen der Versorger zeigt. Während Solarenergie zur wettbewerbsfähigsten Stromquelle der Welt avanciert, müssen Politik und Netzbetreiber nun Schritt halten.

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