Aktien Europa: Eher gedĂ€mpfte Stimmung - Kriegssorgen und Ălpreisanstieg hemmen
Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 10:37 Uhr | dpa.deDer Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 startete am Montag etwas schwĂ€cher, könnte sich dann aber ins Plus vorarbeiten mit zuletzt 0,27 Prozent auf 6.248 Punkte. Er bleibt damit unter der 21-Tage-Linie fĂŒr den kurzfristigen Trend.
Im Fokus bleibt der Iran-Krieg. Die StreitkrĂ€fte der USA und des Irans attackieren sich weiter gegenseitig, sodass die Sorge vor einem noch umfassenderen Krieg wĂ€chst. Der mit dem Krieg einhergehende Ălpreisanstieg schĂŒrt weiterhin Inflationssorgen. Zuletzt verringerten die Ălpreise gleichwohl ihren Zuwachs. Denn: Der Iran erhielt angesichts der neuen militĂ€rischen Eskalation mit den USA eigenen Angaben zufolge VorschlĂ€ge von Vermittlern fĂŒr eine Wiederaufnahme der Verhandlungen. Die USA seien weiter zu GesprĂ€chen mit Teheran bereit, betonte US-AuĂenminister Marco Rubio.
Im Ălsektor EU0009658780 gab es die gröĂten Gewinne. Auch Banken EU0009658806 zeigten sich fest. BNP Paribas FR0000131104 waren mit plus 1,4 Prozent unter den besten Werten im EuroStoxx. Die Analysten von Jefferies sind optimistisch mit Blick auf die Zahlen der Franzosen fĂŒr das zweite Quartal.
Schwach waren Reise- und Freizeitwerte CH0019112744. Hier machten sich die höheren Ălpreise negativ bemerkbar. AuĂerdem enttĂ€uschte Ryanair IE00BYTBXV33 mit Quartalszahlen.
AuĂerhalb des Euroraums gab der Schweizer SMI CH0009980894 um 0,18 Prozent auf 14.318 Punkte nach. Der britische FTSE 100 GB0001383545 sank um 0,29 Prozent auf 10,569 Punkte.
Der Anstieg der Kerosinpreise infolge des Iran-Kriegs sorgte bei Ryanair fĂŒr einen noch stĂ€rkeren Gewinneinbruch als am Markt bereits befĂŒrchtet. Um die verunsicherte Kundschaft zu ködern, hĂ€tten die Iren ihre Tickets zudem gĂŒnstiger verkauft, als er erwartet habe, schrieb Analyst Conor Dwyer von der US-Bank Citigroup. Die Ryanair-Papiere sackten in Dublin um 4,3 Prozent ab.
