Sovereign Metals Aktie: 2,2 Milliarden Dollar NPV
Veröffentlicht am: 18.07.2026 um 20:59 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Sovereign Metals übernimmt das Ruder am Kasiya-Projekt komplett selbst. Partner Rio Tinto verzichtet auf die aktive Betriebsführung. Damit macht der Konzern den Weg für einen Kurswechsel frei. Nun rückt die Versorgung des US-Marktes mit kritischen Mineralien in das Zentrum der Pläne.
Eigenregie statt Partnerschaft
Rio Tinto zieht sich aus der operativen Rolle beim Projekt in Malawi zurück. Der Bergbaukonzern priorisiert künftig Eisenerz, Kupfer und Lithium. Dennoch bleibt Rio Tinto mit 18,2 Prozent an Sovereign Metals beteiligt. Der Verzicht auf die Betriebsführung gibt dem kleineren Partner die volle kommerzielle Freiheit zurück.
Sovereign Metals besitzt nun wieder alle Vermarktungsrechte. Zuvor beanspruchte Rio Tinto vertraglich 40 Prozent der jährlichen Produktion. Jetzt kann das Management eigenständig Verträge mit Partnern aus den USA und anderen westlichen Märkten schließen. Das Ziel: eine Lieferkette ohne chinesischen Einfluss.
Starke Projektkennzahlen
Das Kasiya-Projekt soll Rutil und Graphit im großen Stil liefern. Eine Machbarkeitsstudie rechnet mit einem jährlichen EBITDA von rund 476 Millionen Dollar. Die geplante Minenlaufzeit ist auf 25 Jahre ausgelegt. Der Nettogegenwartswert des Vorhabens liegt bei etwa 2,2 Milliarden Dollar.
Die Finanzierung des Projekts steht als nächster großer Schritt an. Das Unternehmen verhandelt derzeit mit der International Finance Corporation (IFC) über Kredite. Parallel dazu sollen bestehende Vorverträge mit Partnern wie Mitsui & Co. in verbindliche Abnahmeverträge umgewandelt werden.
Marktreaktion und Ausblick
Anleger reagierten zuletzt zurückhaltend auf den neuen Kurs. Die Aktie notiert bei 0,3130 Euro und damit deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 0,58 Euro. In den vergangenen 30 Tagen verlor das Papier rund 15 Prozent an Wert.
Das Management muss nun bei der Finanzierung durch die Weltbank-Tochter IFC liefern. Außerdem stehen die finalen Genehmigungsverfahren in Malawi auf der Agenda. Diese Ergebnisse werden den weiteren Zeitplan für den Bau der Mine in Kasiya bestimmen.
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