Spanien, EU-LĂ€nder

Spanien mahnt EU-LÀnder: Achtung der VertrÀge ist Pflicht

Veröffentlicht am: 31.07.2026 um 21:45 Uhr | dpa.de

Nach Kritik und Gegenmaßnahmen anderer EU-LĂ€nder wegen des Migrantenandrangs in Ceuta hat Spaniens MinisterprĂ€sident Pedro SĂĄnchez zur Achtung der europĂ€ischen VertrĂ€ge gemahnt.

"SolidaritĂ€t und MitgefĂŒhl sind freiwillig. Die Achtung der europĂ€ischen VertrĂ€ge und der Datenlage ist es nicht", schrieb SĂĄnchez auf der Plattform X. Es sei an der Zeit, an einem starken und geeinten Europa weiterzubauen - und Europa nicht zu spalten.

SĂĄnchez verwies auf Daten der EU-Grenzschutzbehörde Frontex, denen zufolge Spanien nicht der wichtigste Zugang fĂŒr irregulĂ€re Migration in die EU ist und seit 2021 deutlich niedrigere Zahlen aufweist als etwa die Mittelmeerroute ĂŒber Italien, die Westbalkanroute und die Route ĂŒber Griechenland. In den vergangenen fĂŒnf Jahren gelangten demnach 478.600 irregulĂ€re Migranten ĂŒber Italien in die EU. Über Spanien reisten im Vergleich dazu 234.760 Menschen irregulĂ€r ein.

Wie EU-Mitgliedstaaten auf die Krise reagieren

Italien hat nach Angaben der rechten Regierung in Rom das Schengen-Abkommen ĂŒber den freien Personenverkehr in der EU gegenĂŒber Spanien vorĂŒbergehend ausgesetzt. Die finnische Innenministerin Mari Rantanen schrieb auf X, Spanien habe dabei versagt, die Außengrenze des Schengen-Raums zu schĂŒtzen.

Bundeskanzler Friedrich Merz forderte die spanische Regierung auf, die Situation schnellstmöglich wieder in den Griff zu bekommen. "Der Schutz der Außengrenzen der EuropĂ€ischen Union ist entscheidend fĂŒr die BekĂ€mpfung illegaler Migration", betonte der CDU-Politiker. Frankreich verschĂ€rfte seine Kontrollen an der Grenze zu Spanien.

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