Verband der Sparda-Banken e.V. / Sparda-Gruppe mit positiver Entwicklung ...
Veröffentlicht am: 18.08.2026 um 12:03 Uhr | dpa.deSparda-Gruppe mit positiver Entwicklung in 2025: Zinsüberschuss gestiegen, Kundeneinlagen kräftig gewachsen, Kapitalbasis weiter gestärkt Frankfurt (ots) -
- Kumulierte Bilanzsumme steigt auf 89,5 Mrd. EUR - Jahresüberschuss vor Steuern liegt bei 185,6 Mio. EUR - Zinsüberschuss steigt um 9% auf 1.177 Mio. EUR - Kundeneinlagen steigen um 4,1% auf rund 79,1 Mrd. EUR - Handelsrechtliches Eigenkapital und aufsichtsrechtliches hartes Kernkapital angestiegen - IT-Transformation der Sparda-Gruppe erfolgreich abgeschlossen
Die Gruppe der Sparda-Banken hat sich im Jahr 2025 positiv entwickelt. Florian RENTSCH, Vorstandsvorsitzender des Verbandes und Heiko HUNKEL, Vorstand, zeigen sich mit der Bilanz überaus zufrieden: "2025 war für die Sparda-Banken das Jahr der Transformation und der finalen Konsolidierung aller Häuser bei dem genossenschaftlichen IT-Dienstleister Atruvia AG. Trotz des steigenden Wettbewerbsdrucks und der Weichenstellungen für die neue IT-Infrastruktur im laufenden Betrieb verzeichnet die Gruppe eine positive Geschäftsentwicklung mit Zuwächsen im Einlagengeschäft, bei den Kundenforderungen und beim Zinsüberschuss."
Im Vergleich zum Vorjahreswert ist die zusammengefasste Bilanzsumme für die elf Sparda-Banken von 86,4 Mrd. EUR auf 89,5 Mrd. EUR gestiegen. Der Jahresüberschuss nach Steuern bleibt mit 89,5 Mio. EUR (2024: 92,7 Mio. EUR) auf einem nach wie vor hohen Niveau. Der Zinsüberschuss hat sich dank konstanter Zinserträge und rückläufiger Zinsaufwendungen um 100 Mio. EUR auf 1.177 Mio. EUR deutlich verbessert, das entspricht einem Plus von insgesamt 9%. Der Provisionsüberschuss ging angesichts der wirtschaftlichen Marktbedingungen und dem erschwerten Kundenkontakt im Zeitraum der IT-Migration mehrerer Häuser zur Atruvia AG erwartungsgemäß von 302 Mio. EUR auf 287 Mio. EUR moderat zurück.
Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich von 1.071 Mio. EUR auf 1.155 Mio. EUR. Gründe hierfür waren insbesondere tarifliche Gehaltssteigerungen, allgemeine Kostensteigerungen sowie Aufwendungen durch die IT-Umstellung mehrerer Häuser. Das Betriebsergebnis vor Bewertung konnte die Gruppe insgesamt auf 339,2 Mio. EUR steigern (2024: 332,8 Mio. EUR). Beim Betriebsergebnis nach Bewertung liegt die Gruppe bei 314,7 Mio. EUR (2024: 344,7 Mio. EUR).
Kräftiger Anstieg der Kundeneinlagen - Kreditneugeschäft stabil
Die Kundeneinlagen der Sparda-Gruppe sind zum Jahresende 2025 um 3,1 Mrd. EUR bzw. 4,1% auf 79,1 Mrd. EUR deutlich gestiegen. Der kräftige Zuwachs unterstreicht das weiterhin hohe Vertrauen der Kundinnen und Kunden in die Sparda-Banken. Darüber hinaus bieten die Häuser auch weiterhin attraktive Tagesgeld- und Festgeldprodukte an. Auch die Kundenkredite entwickelten sich positiv und erhöhten sich um 1,1 Mrd. auf 49,5 Mrd. EUR (2024: 48,4 Mrd. EUR).
Das Kreditneugeschäft erreichte mit 6,9 Mrd. EUR trotz der IT-Migrationen von fünf Sparda-Banken nahezu das Vorjahresniveau von 7,2 Mrd. EUR. Die Wohnbaufinanzierung bleibt mit 92 Prozent der Kundenforderungen der dominierende Kreditbereich.
Starke Eigenkapitalausstattung - Kapitalbasis weiter ausgebaut
Die Eigenkapitalausstattung der Gruppe wurde 2025 weiter gestärkt. Mit einem Zuwachs um rund 100 Mio. EUR erhöhte sich das bilanzielle Eigenkapital auf 4,6 Mrd. EUR (2024: 4,5 Mrd. EUR). Das aufsichtsrechtliche harte Kernkapital liegt bei 6,1 Mrd. EUR (2024: 5,9 Mrd. EUR), was zu einer harten Kernkapitalquote von 19,3% führt (2024: 18,1%). "Eine angemessene Eigenkapitalausstattung ist Grundvoraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Häuser. Die Sparda-Banken sind diesbezüglich bestens aufgestellt", so Heiko HUNKEL.
IT-Transformation der Sparda-Banken erfolgreich abgeschlossen
Die IT-Transformation der Sparda-Banken wurde in 2025 erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen dieses Prozesses migrierten die Häuser schrittweise auf das Kernbankensystem der Atruvia AG, dem zentralen genossenschaftlichen IT-Dienstleister in Deutschland. Nach den erfolgreichen Umstellungen der Sparda-Banken Ostbayern und Augsburg im Jahr 2024 folgten 2025 die Institute in München, Hessen, Nürnberg, Baden-Württemberg und West. Die übrigen Sparda-Banken migrierten bereits in früheren Jahren zur Atruvia AG. "Wir erwarten eine deutliche Verbesserung des Verwaltungsaufwands unter anderem durch den Wegfall der Doppelbelastungen. Auch zeigt sich, dass der IT-Wechsel zu einer nachhaltigen Senkung laufender IT-Kosten führt. Die Häuser profitieren nach der Umstellung von einem insgesamt niedrigeren Kostenniveau und einer stabilen IT-Landschaft. Das kommt insbesondere auch den Kundinnen und Kunden zugute", so Vorstandsvorsitzender Florian RENTSCH.
Kunden- und Mitgliederentwicklung - Die Sparda-Banken sind "da, wenn's zählt"
Die Sparda-Banken liegen zum Jahresende 2025 bei rund 3,7 Mio. Kunden und 3 Mio. Mitgliedern. Dabei verzeichnen sie einen leichten Kundenzuwachs bei moderatem Mitgliederrückgang. Die Mitgliederquote liegt mit 81% auf einem weiterhin hohen Niveau. Mit der neuen Markenkampagne "Da, wenn's zählt" haben die Sparda-Banken einen wichtigen Meilenstein für die Markenpräsenz sowie Neukundengewinnung gelegt. "Das Markenversprechen rückt die elf Sparda-Banken noch stärker in ihre Rolle als verlässlicher und nahbarer Finanzpartner in allen Lebenslagen, von der Kontoeröffnung bis hin zum Erwerb von Wohneigentum. Diese Werteorientierung trägt maßgeblich zum positiven Erfolg der neuen Markenkampagne bei. Wir werden wahrgenommen - insbesondere junge Familien fühlen sich von unseren Markenbotschaften angesprochen", sagt Florian RENTSCH, Vorstandsvorsitzender des Verbandes.
Altersvorsorge, Zahlungsverkehr, Wettbewerbsfähigkeit: Wichtige regulatorische Weichenstellungen erwartet
Gleich mehrere für das privatkundenorientierte Geschäftsmodell der Sparda-Banken hochrelevante politische Entscheidungen wurden in den vergangenen Wochen vorbereitet oder getroffen. "Mit dem neuen Altersvorsorgedepot und der Frühstartrente wurden längst überfällige Grundsteine für eine Stärkung der Altersvorsorge gelegt. Hier werden auch die Sparda-Banken mit ihren Partnern aus der genossenschaftlichen Finanzgruppe attraktive Angebote für ihre Kundinnen und Kunden an den Start bringen", so Florian RENTSCH. Insgesamt sei es nun wichtig, dass auch die weitergehenden Vorschläge der Rentenkommission nicht dem parteitaktischen Kleinklein der anstehenden Landtagswahlkämpfe zum Opfer fallen.
Auch beim digitalen Euro seien die Grundsatzentscheidungen hinsichtlich einer Einführung nun gefällt. "Für uns steht nun im Vordergrund, dass ein so kostenintensives staatliches Projekt am Ende nicht destruktiv auf den privaten Wettbewerb einwirkt. Für uns sind die Vorteile des digitalen Euro für den Verbraucher im bestehenden Design nach wie vor noch nicht erkennbar", sagt Florian RENTSCH. Zentral werde aus Sicht des Sparda-Verbandes sein, dass die Abwicklung über die Geschäftsbanken und nicht über eine EZB-eigene Wallet ablaufe, die Anonymität der Nutzer gewährleistet bleibe und dem Bankenmarkt keine Einlagen entzogen würden. "Die derzeit von Seiten der EU-Kommission berechtigterweise angestoßene Debatte um die Wettbewerbsfähigkeit von Banken in Europa und die zarten Pflanzen einer passgenaueren Regulierung darf nicht dadurch konterkariert werden, dass auf der anderen Seite neue Hürden für erfolgreiches Wirtschaften aufgebaut werden", so Florian RENTSCH.
Über den Verband der Sparda-Banken
Der Verband der Sparda-Banken e.V. mit Sitz in Frankfurt am Main ist Prüfungsverband im Sinne des Genossenschaftsgesetzes. Als "Stabs-stelle" ist er außerdem das Sprachrohr der Gruppe nach außen. Neben der Prüfung der Verbandsmitglieder obliegen dem Verband ebenso die Beratung und Betreuung der rechtlich und wirtschaftlich eigenständi-gen Sparda-Banken in genossenschaftlichen, rechtlichen, steuerli-chen, betriebswirtschaftlichen, organisatorischen und personellen An-gelegenheiten. Darüber hinaus übernimmt er die Aufgaben der Inte-ressenvertretung und fördert die politische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und finanzwirtschaftlichen Themen.
Über die Sparda-Gruppe
Die Gruppe der Sparda-Banken besteht aus elf wirtschaftlich und rechtlich selbständigen Sparda-Banken in Deutschland. Mit 3,7 Mio. Kunden und rund 3 Mio. Mitgliedern gehören die Institute zu den bedeutendsten Retailbanken in Deutschland. Die Sparda-Banken sind genossenschaftliches Mitglied im Bundesverband der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) und Teil der Genossenschaftlichen FinanzGruppe.
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Jascha Hausmann Bereichsleiter Vorstand & Öffentlichkeitsarbeit
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