Sparkassen, Phishing-Welle

Sparkassen warnen vor neuer Phishing-Welle

20.04.2026 - 17:22:01 | boerse-global.de

Eine neue, hochprofessionelle Phishing-Kampagne zielt auf Sparkassen-Kunden ab. Die TĂ€ter nutzen gefĂ€lschte SMS und Telefonate, um an sensible Bankdaten zu gelangen und Konten zu plĂŒndern.

Sparkassen warnen vor neuer Phishing-Welle - Foto: ĂŒber boerse-global.de
Sparkassen warnen vor neuer Phishing-Welle - Foto: ĂŒber boerse-global.de

BetrĂŒger versuchen mit gefĂ€lschten SMS und Telefonaten an sensible Bankdaten zu gelangen. VerbraucherschĂŒtzer und das eigene Computer-Notfallteam der Sparkassen schlagen Alarm.

TĂ€uschend echt: So funktioniert der neue Betrug

Die Masche beginnt mit einer SMS. Darin wird behauptet, ein Sicherheitszertifikat oder die Registrierung fĂŒr das S-pushTAN-Verfahren laufe ab. Die Nachricht erzeugt Druck durch kurze Fristen und seriös klingende Begriffe wie "SicherheitsprĂŒfung". Der enthaltene Link fĂŒhrt auf eine tĂ€uschend echte Kopie der Sparkassen-Website.

Dort werden die Opfer aufgefordert, ihre Online-Banking-Daten, Adressen und sogar vollstĂ€ndige Kreditkarteninformationen einzugeben. Diese Daten bilden die Grundlage fĂŒr die nĂ€chste, gefĂ€hrlichere Stufe des Angriffs.

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Der gefÀhrliche Anruf danach

Nach der Dateneingabe folgt oft ein Telefonat. Die Anrufer geben sich als Sparkassen-Mitarbeiter aus und nutzen die gestohlenen Informationen, um Vertrauen zu schaffen. Ihr Ziel: Kunden zur Freigabe von Überweisungen oder zur Autorisierung neuer GerĂ€te in der Banking-App zu bewegen.

Teilweise manipulieren die TÀter die Anruferkennung, sodass die echte Nummer der Sparkasse angezeigt wird. Das Computer-Notfallteam (CERT) der Sparkassen warnt: BestÀtigen Sie niemals eine TAN, die Sie nicht selbst durch eine eigene Transaktion ausgelöst haben.

Konten werden in kĂŒrzester Zeit leergerĂ€umt

Das finanzielle Risiko ist enorm. In erfolgreichen BetrugsfĂ€llen können Konten innerhalb weniger Tage komplett geleert werden. In der Vergangenheit kam es zu EinzelschĂ€den im fĂŒnf- bis sechsstelligen Bereich.

Die Angreifer sind hochprofessionell. Sie nutzen Wochenenden fĂŒr ihre Attacken, um Entdeckungen zu verzögern, und setzen auch auf gefĂ€lschte Social-Media-Anzeigen. Ihr Fokus liegt darauf, die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) zu umgehen, indem sie ein von ihnen kontrolliertes GerĂ€t als vertrauenswĂŒrdig einrichten lassen.

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So schĂŒtzen Sie sich vor den BetrĂŒgern

VerbraucherschĂŒtzer geben klare Handlungsempfehlungen. Die wichtigste Regel: Klicken Sie nie auf Links in verdĂ€chtigen SMS oder Mails. Rufen Sie Ihre Bank-Website immer manuell auf oder nutzen Sie die offizielle App.

Falls Sie bereits Daten eingegeben haben, handeln Sie sofort. Sperren Sie den Online-Zugang und betroffene Karten umgehend unter der Notrufnummer 116 116. Erstatten Sie zudem Anzeige bei der Polizei.

Weitere Schutzmaßnahmen sind eine Drittanbietersperre beim Mobilfunkanbieter und bei Android-GerĂ€ten das Deaktivieren von App-Installationen aus unbekannten Quellen.

Die Evolution des digitalen Bankraubs

Der aktuelle Betrug markiert eine neue Stufe. FrĂŒhere Phishing-Versuche waren oft an sprachlichen Fehlern zu erkennen. Heute setzen die Kriminellen auf psychologische Finesse und nutzen das Vertrauen in Sicherheitsmechanismen selbst als Waffe.

Da Smartphones zum primĂ€ren GerĂ€t fĂŒr BankgeschĂ€fte geworden sind, konzentrieren sich die Angriffe auf die mobile Kommunikation. Die Schnelligkeit, mit der auf dem kleinen Display reagiert wird, spielt den TĂ€tern in die HĂ€nde. Die Wachsamkeit der Nutzer bleibt die wichtigste Verteidigungslinie.

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