SPD, Prien-PlÀne

SPD lehnt Prien-PlĂ€ne fĂŒr Unterhaltsvorschuss ab

Veröffentlicht am: 17.08.2026 um 14:42 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Die SPD will Eltern, die keinen Unterhalt fĂŒr ihre Kinder zahlen, stĂ€rker zur Kasse bringen.

PlĂ€ne von Familienministerin Karin Prien (CDU) zur KĂŒrzung des staatlichen Unterhaltsvorschusses lehnt sie dagegen ab. Das geht aus einem Beschluss des ParteiprĂ€sidiums hervor, ĂŒber den zuerst das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtete.

Aktuell springt der Staat mit einem Unterhaltsvorschuss ein, wenn Elternteile nach einer Trennung kein Geld fĂŒr ihre Kinder zahlen. Die Kosten sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Deshalb hatte Prien vorgeschlagen, den staatlichen Vorschuss nur noch bis zum 16. Geburtstag der Kinder zu zahlen. Die SPD will nicht mitziehen: Eine Reform sei zwar ĂŒberfĂ€llig, sie mĂŒsse aber bei den Verantwortlichen ansetzen, den Eltern und nicht den Kindern.

Bislang hole sich der Staat nur 17 Prozent des ausgezahlten Vorschusses von den Unterhaltspflichtigen zurĂŒck. "Wir wollen den Druck auf UnterhaltssĂ€umige erhöhen, staatliche KapazitĂ€ten fĂŒr den RĂŒckgriff ausbauen und Verfahren deutlich effizienter machen", nimmt sich die SPD nun vor. Unter anderem sollen Unterhaltspflichtige nicht mehr so schnell als zahlungsunfĂ€hig gelten, VerjĂ€hrungsfristen sollen verlĂ€ngert werden. Wer trotz erheblicher Unterhaltsschulden neue Autos, Boote oder Immobilien anmelde, mĂŒsse mit "wirksamen EinschrĂ€nkungen" rechnen. Außerdem sollen Unterhaltsschulden zu negativen EintrĂ€gen bei der Schufa fĂŒhren.

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