St George Mining Aktie: Lieferkooperation mit REalloys
26.05.2026 - 18:57:02 | boerse-global.deSt George Mining wandelt sich vom spezialisierten Niob-Projekt zum strategischen Lieferanten für die westliche Magnetindustrie. Der Markt bewertet das Araxá-Asset in Brasilien zunehmend als kombinierten Rohstoff-Hub für kritische Mineralien. Diese Entwicklung gewinnt vor dem Hintergrund der globalen Bemühungen um diversifizierte Lieferketten an Bedeutung.
Neue Bewertungsgrundlage für Araxá
Analysten rücken von der reinen Niob-Betrachtung ab. Im Fokus stehen nun die spezifischen Produkte, die den langfristigen wirtschaftlichen Wert treiben dürften. Dazu zählen neben Niob-Pentoxid vor allem hochpreisige Magnet-Seltenerdoxide wie Neodym, Praseodym und Terbium.
Die Einbeziehung von schwerem Terbium- und Dysprosiumoxid stärkt das Bewertungsmodell massiv. Aktuelle Marktpreise für Terbiumoxid liegen bei rund 6.050 US-Dollar pro Kilogramm. Neodym- und Praseodymoxid notieren derweil bei etwa 109 US-Dollar.
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Allianz gegen die China-Dominanz
Die kommerzielle Tragweite zeigt sich in einer neuen Lieferkooperation mit REalloys. Diese Zusammenarbeit soll die Produktion von Metallen und Legierungen auf kommerziellem Niveau unterstützen. Parallel dazu verschärfen die USA ihre Beschaffungsregeln für Seltene Erden aus chinesischen Quellen, was westliche Projekte begünstigt.
Die Ressourcenschätzung für Araxá beläuft sich auf 70,91 Millionen Tonnen. Das Material weist einen Gehalt von 4,06 Prozent an Seltenerdoxiden sowie 0,62 Prozent Niob-Pentoxid auf. Damit positioniert sich das Projekt als eines der bedeutendsten Vorkommen seiner Art in Brasilien.
Fahrplan bis zum Sommer
St George Mining treibt den Übergang zum Entwickler voran. Worley Engenharia wurde als technischer Berater für die Machbarkeitsstudien verpflichtet. Diese sollen Klarheit über metallurgische Rückgewinnungsraten, Produktspezifikationen und die endgültigen Kapitalkosten bringen.
Die erste Phase der wirtschaftlichen Studien soll im Juli abgeschlossen sein. An der Börse sorgten die operativen Fortschritte für Auftrieb: Die Aktie stieg am Dienstag um 7,5 Prozent auf 0,07 Euro. Damit liegt das Papier seit Jahresbeginn rund 22 Prozent im Plus.
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