Starbucks Aktie: Machtkampf entschieden
Veröffentlicht am: 01.04.2026 um 05:12 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie FĂŒhrungsriege von Starbucks kann aufatmen. Trotz heftigen Gegenwinds von gewerkschaftsnahen Investorengruppen wurde das gesamte Board of Directors wiedergewĂ€hlt. Damit festigt CEO Brian Niccol seine Machtbasis, um den Konzernumbau ohne interne Störfeuer voranzutreiben.
RĂŒckhalt fĂŒr den Sparkurs
Im Zentrum der Auseinandersetzung stand die Entscheidung des Vorstands, ein spezielles Komitee fĂŒr Arbeitsbeziehungen und Umweltstrategien aufzulösen. Kritiker, darunter der New Yorker Pensionsfonds, sahen darin eine SchwĂ€chung der Arbeitnehmerrechte. Die Mehrheit der AktionĂ€re folgte jedoch der Argumentation des Managements: Arbeitsbeziehungen seien eine Aufgabe fĂŒr das gesamte Gremium und nicht nur fĂŒr einen Unterausschuss.
Dieser Sieg an der Wahlurne verschafft Niccol die nötige Ruhe fĂŒr seine Effizienzoffensive. Seit seinem Amtsantritt im September 2024 trimmt er die Strukturen auf Schnelligkeit. Parallel dazu zeichnet sich an einer anderen Front Entspannung ab. Die Verhandlungen mit den Gewerkschaften, die rund sechs Prozent der US-Filialen vertreten, sollen nach monatlichem Stillstand wieder aufgenommen werden.
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Finanzieller Druck bleibt hoch
Finanziell steht die Kaffeekette vor Herausforderungen. Im jĂŒngsten Quartal verfehlte der Gewinn je Aktie die Erwartungen der Analysten knapp. Auch an der Börse spiegelt sich die Skepsis wider. Die Aktie notiert mit 77,52 Euro derzeit rund 15 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch vom April vergangenen Jahres.
Die wichtigsten Kennzahlen des ersten Quartals 2026:
- Quartalsumsatz: 9,92 Milliarden US-Dollar (+5,5 %)
- Gewinn je Aktie (EPS): 0,56 US-Dollar
- Anstieg der Betriebskosten: 2,4 %
- Weltweite Filialanzahl: Ăber 40.000
Die nĂ€chste BewĂ€hrungsprobe steht am 28. April 2026 an, wenn Starbucks die Zahlen fĂŒr das zweite Quartal vorlegt. Der Markt rechnet aktuell mit einem Gewinn je Aktie zwischen 0,41 und 0,42 US-Dollar. Im Fokus stehen dabei vor allem die Effizienz der neuen FilialablĂ€ufe und die Entwicklung der operativen Kosten.
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