Stellantis, Aktie

Stellantis Aktie: 9,5% Factorial-Anteil für Feststoffbatterien

Veröffentlicht: 22.06.2026 um 02:18 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Stellantis erprobt Feststoffakkus von Factorial Energy in einem Dodge Charger Daytona. Die Aktie notiert trotz technischer Fortschritte auf Jahrestief.

Stellantis testet Feststoffbatterien im Straßenverkehr
Ein futuristischer Elektrofahrzeug-Batteriepack mit leuchtenden internen Komponenten auf einer dunklen Oberfläche. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Stellantis fährt die nächste Technologiestufe. Der Autokonzern testet erstmals Feststoffbatterien unter realen Bedingungen – in einem Dodge Charger Daytona. Die Technologie gilt als der größte Sprung in der Elektromobilität seit Jahren. Und Stellantis sichert sich frühzeitig den Zugang.

Der strategische Hebel: eine Beteiligung von 9,5 Prozent am US-Startup Factorial Energy. Rund 126 Millionen Dollar ist der Anteil wert. Stellantis hält über seine Tochtergesellschaften 8,67 Millionen Aktien des Unternehmens. Die Partnerschaft besteht seit 2021 – nun vertieft der Konzern sie.

Technik mit Durchbruch-Potenzial

Im Kern geht es um Factorials „FEST“-Zellen – Feststoff-Akkus mit einer Energiedichte von 375 Wh/kg. Deutlich mehr als aktuelle Lithium-Ionen-Batterien. Und schneller: Von 15 auf 80 Prozent Ladung soll der Akku in rund 18 Minuten kommen. Zwei Werte, die das Reichweiten- und Ladehemmnis der E-Mobilität spürbar reduzieren würden.

Der Wechsel vom Labor auf die Straße ist der entscheidende Schritt. Die Batterie sitzt in einem Prototyp des Dodge Charger Daytona, getestet wird im nordamerikanischen Straßenverkehr. Das gilt als Branchenpremiere für Factorials Technologie. Die Zellen brauchen eine eigene Architektur – anderes Wärmemanagement, andere Stabilität als bei Flüssig-Elektrolyten.

Kurs unter Druck

Die Nachricht kommt zu einem schwierigen Zeitpunkt für die Aktie. Stellantis notiert am Freitag bei 5,59 Euro – minus 42,7 Prozent seit Jahresbeginn. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 6,50 Euro, die Aktie notiert 14 Prozent darunter. Immerhin: Der RSI von 34,8 deutet auf überverkaufte Niveaus hin. Eine technische Gegenbewegung ist nicht ausgeschlossen.

Parallel treibt Stellantis den Umbau in Europa voran. Im Juni 2026 bestätigte der Konzern Investitionen von fünf Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung – eine Antwort auf Verhandlungen mit italienischen Gewerkschaften um Produktionssicherheit. Der Markt wartet nun auf die Quartalszahlen im Juli. Sie zeigen, ob die Spar- und Innovationsstrategie auch finanziell trägt.

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