Strahlenschutz-Kurse für ZFA: 2026 droht Fristen-Stau
Veröffentlicht: 20.03.2026 um 00:00 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Die gesetzliche Auffrischungspflicht für Röntgen-Kenntnisse steht 2026 für viele Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA) an. Wer die Fünf-Jahres-Frist verpasst, darf keine Röntgenaufnahmen mehr anfertigen – ein massiver Einschnitt für den Praxisbetrieb.
Die Fünf-Jahres-Regel: Mehr als Formsache
Für ZFA, die Röntgenaufnahmen erstellen, ist die regelmäßige Fortbildung im Strahlenschutz gesetzlich Pflicht. Laut Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) müssen die Kenntnisse alle fünf Jahre aufgefrischt werden. Die Frist läuft auf den Tag genau ab, gerechnet vom letzten Kurs oder der ursprünglichen Prüfung. Ein Verstreichen dieser Frist hat direkte Konsequenzen: Betroffene Mitarbeiter verlieren ihre Befugnis zur technischen Durchführung von Röntgenaufnahmen. Das kann Abläufe in der Praxis erheblich stören.
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Praxisinhaber in der Pflicht: Haftung und Kontrolle
Die Verantwortung für die Einhaltung der Fristen trägt nicht nur der einzelne Mitarbeiter. Der Praxisinhaber ist gesetzlich verpflichtet, sicherzustellen, dass nur qualifiziertes Personal röntgt. Im Zweifel muss dies gegenüber Aufsichtsbehörden wie dem Gewerbeaufsichtsamt nachgewiesen werden können. Verstöße können zu Bußgeldern und erheblichen Haftungsrisiken führen. Wichtig: Die Fortbildungspflicht besteht auch während beruflicher Auszeiten wie Elternzeit weiter.
Kursinhalte: Strahlen minimieren, Qualität maximieren
Die Aktualisierungskurse sind weit mehr als eine lästige Pflichtübung. Im Fokus steht die Optimierung der Bildqualität bei gleichzeitiger Minimierung der Strahlenexposition für den Patienten. Die Teilnehmer lernen, wie moderne digitale Systeme und korrekte Aufnahmetechniken die Belastung gering halten. Weitere Kernthemen sind aktuelle gesetzliche Vorgaben, Qualitätssicherung, Konstanzprüfungen an Geräten sowie die rechtssichere Dokumentation.
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Flexible Kurse 2026: Hybrid-Modelle entlasten die Praxis
Die Kurse werden von den Landeszahnärztekammern und anerkannten Instituten wie der Haranni Academie angeboten. Viele Termine für 2026 sind bereits veröffentlicht. Beliebter Standard sind heute hybride Modelle: Nach einer Phase des Selbststudiums mit Skript folgt ein kompaktes Web-Seminar oder Präsenztreffen zur Vertiefung und abschließenden Wissenskontrolle. Dies spart wertvolle Arbeitszeit und reduziert Abwesenheiten vom Praxisbetrieb.
Investition in Sicherheit und Zukunft
In Zeiten immer komplexerer Verfahren wie der digitalen Volumentomographie (DVT) ist aktuelles Wissen unerlässlich. Die Kurse stellen sicher, dass ZFAs die Hintergründe verstehen und nicht nur Knöpfe drücken. Letztlich schützt eine kompetente Durchführung den Patienten und die Praxis vor rechtlichen Risiken. Die frühzeitige Planung dieser Fortbildung ist damit eine direkte Investition in die Patientensicherheit und die Zukunftsfähigkeit der Praxis.
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