Super Micro Computer Aktie: Razzia in Taiwan am 4. Juli
Veröffentlicht: 05.07.2026 um 13:25 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Die Lage bei Super Micro Computer spitzt sich zu. Ermittler in Taiwan haben am 4. Juli mehrere Standorte des KI-Spezialisten durchsucht. Der Verdacht wiegt schwer.
Staatsanwälte prüfen Vorwürfe wegen illegaler Exporte nach Festlandchina. Es geht konkret um den Schmuggel von Nvidia-KI-Servern. Mehrere Angestellte befinden sich bereits in Haft.
Das Unternehmen kooperiert nach eigenen Angaben vollumfänglich mit den taiwanischen Behörden. Das Management betont, dass der Konzern selbst nicht das Ziel der Ermittlungen sei. Die betroffenen Mitarbeiter wurden dennoch beurlaubt.
Die Razzien treffen das Unternehmen in einer volatilen Phase. Im dritten Quartal stieg der Umsatz zwar kräftig auf 10,24 Milliarden Dollar. Dennoch verfehlte dieser Wert die Markterwartungen von über 12 Milliarden Dollar deutlich.
Beim Gewinn überraschte Super Micro hingegen positiv. Das Ergebnis je Aktie erreichte 0,84 Dollar. Analysten hatten im Schnitt nur mit 0,63 Dollar gerechnet.
Der Markt reagiert nervös auf die wachsenden politischen Risiken. Das durchschnittliche Kursziel der Banken liegt aktuell bei 38,57 Dollar. Die Experten-Empfehlung lautet mehrheitlich "Halten".
Im August 2026 veröffentlicht der Konzern seinen nächsten Finanzbericht. Die Prognose sieht Umsätze bis zu 12,5 Milliarden Dollar vor. Bis dahin bestimmen die Export-Ermittlungen das Geschehen.
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