Super Micro Computer Aktie: Razzia in Taiwan
Veröffentlicht am: 18.07.2026 um 13:50 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Super Micro Computer erlebt eine rabenschwarze Handelswoche. Erst dämpfen Berichte über KI-Verzögerungen die Stimmung im gesamten Sektor. Dann belasten Berichte über eine Razzia in Taiwan das Vertrauen der Anleger massiv. Die Aktie beendete den Handel am Freitag bei 24,18 US-Dollar.
Branche unter Druck
Die Hardware-Branche leidet unter Berichten über Verzögerungen bei Alphabets Gemini-Modellen. Anleger fragen sich, wann die hohen Investitionen in KI-Infrastruktur endlich Gewinne abwerfen. Das löste eine Flucht aus Halbleiter- und Serverwerten aus. Parallel dazu gerieten auch andere Schwergewichte der Branche unter Verkaufsdruck. Die Folge: Der gesamte Sektor korrigierte deutlich.
Ermittlungen in Taiwan
Schwere Vorwürfe aus Asien verschärfen die Lage. Behörden haben offenbar Büros des Unternehmens in Taiwan durchsucht. Hintergrund ist ein Verdacht auf Schmuggel von sanktionierten Nvidia-Chips. Diese rechtliche Unsicherheit überschattet die operative Entwicklung. Dabei hatte das Unternehmen erst kürzlich zehn neue Modelle zur Flüssigkühlung von Rechenzentren vorgestellt.
Investoren ziehen Reißleine
Große Adressen reagieren bereits auf die Unsicherheit. Janney Montgomery Scott reduzierte seine Position drastisch und verkaufte rund 59 Prozent seiner Anteile. Der Relative-Stärke-Index deutet mit einem Wert von 34,2 zwar auf eine überverkaufte Situation hin. Dennoch spricht die hohe jährliche Volatilität für anhaltende Turbulenzen bei dem Server-Spezialisten.
Fokus auf Quartalszahlen
Im August präsentiert das Management die Zahlen für das vierte Geschäftsquartal. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von etwa 0,59 US-Dollar. Das wäre eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahreswert von 0,31 US-Dollar. Marktteilnehmer achten nun verstärkt auf die Margen und die operative Umsetzung der Wachstumspläne. Ende Juli steht zudem die Auszahlung der Dividende an. Die Aktie notiert aktuell rund 60 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch.
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