Swedbank Aktie: Altlast abgehakt
Veröffentlicht: 17.07.2026 um 08:36 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Swedbank hat am Freitag zwei Nachrichten auf einmal verdaut: schwächere Quartalsgewinne und das Ende eines fast zehn Jahre alten US-Rechtsstreits. Für die Aktionäre bedeutet das kurzfristig Kosten — langfristig aber Klarheit.
Restrukturierung und Kreditrisiken drücken den Gewinn
Der Nettogewinn im zweiten Quartal fiel um 9 Prozent auf 7,20 Milliarden schwedische Kronen. Das lag dennoch leicht über den Erwartungen der Analysten, gestützt durch kräftigere Gebühreneinnahmen und Handelserträge. Der Gesamtertrag kletterte um 7 Prozent auf 18,10 Milliarden Kronen, angetrieben von höherem Nettozinsertrag und einem Plus von 7 Prozent bei den Provisionserlösen.
Die Kosten liefen dagegen aus dem Ruder: Die Gesamtaufwendungen stiegen um 28 Prozent auf 7,85 Milliarden Kronen, weil die Bank 860 Millionen Kronen an außerordentlichen Restrukturierungskosten verbuchte. Hinzu kommt, dass sich die Kreditausfälle auf 313 Millionen Kronen mehr als verdoppelten, verglichen mit dem Vorjahreswert. Die Eigenkapitalrendite sank entsprechend auf 14,2 Prozent von zuvor 15,4 Prozent.
CEO Jens Henriksson verwies auf den laufenden Strategieplan "15/27" und betonte das robuste Kreditwachstum in den Kernmärkten sowie Nettozuflüsse von 22 Milliarden Kronen ins Spargeschäft. Die harte Kernkapitalquote sank leicht auf 17,4 Prozent, nach 19,7 Prozent vor einem Jahr — ein Rückgang, der auch mit der Kapitalrückführung an Aktionäre zusammenhängt.
Der DFS-Fall ist vom Tisch
Parallel zu den Zahlen räumte Swedbank eine langjährige Rechtsangelegenheit aus dem Weg. Die Bank einigte sich mit der New Yorker Finanzaufsicht DFS auf eine Zahlung von 50 Millionen Dollar, weil sie der Behörde 2016 und 2018 relevante Informationen vorenthalten hatte. Henriksson sprach von einem Vorgang, der fast ein Jahrzehnt zurückreicht und nun endgültig beigelegt ist — sämtliche Untersuchungen zu historischen Versäumnissen der Bank gelten damit als abgeschlossen.
Die Kosten für den Vergleich werden erst im dritten Quartal verbucht. Anleger dürften die kommenden Monate vor allem daraufhin beobachten, wie stark sich die Sonderbelastung dann auf die Zahlen auswirkt — operativ zeigte das Kerngeschäft mit steigenden Erträgen in Kommission und Zinsgeschäft zuletzt jedenfalls Stärke.
Swedbank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Swedbank-Analyse vom 17. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Swedbank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Swedbank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Swedbank: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
