ROUNDUP, Symrise

Symrise legt beim Wachstum eine Schippe drauf - Erwartung aber zu hoch

Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 10:29 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Der Hersteller von Duftstoffen und Aromen Symrise DE000SYM9999 hat sein Wachstum im dritten Quartal weiter beschleunigt.

Dabei lieferte auch das Geschäft mit Zusätzen für Haustiernahrung Rückenwind - es wuchs wieder aus eigener Kraft. Gut liefen zudem die Geschäfte mit Duftstoffen und Aromen für Hersteller von Körperpflege-, Kosmetik- und Haushaltsprodukten. Auch natürliche Rohstoffe aus dem Bereich Naturals für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie waren stark gefragt. Manch ein Anleger an der Börse hatte sich indes noch mehr Wachstum erhofft, auch der konkretisierte Ausblick für die operative Gewinnmarge stieß teilweise auf Enttäuschung.

Die zuletzt stark gelaufene Aktie geriet am Mittwoch kräftig unter Druck. Ihr Kurs stürzte im frühen Handel bis auf unter 88 Euro ab. Zuletzt war das Papier mit einem Minus von rund zehn Prozent auf 90,28 Euro abgeschlagenes Schlusslicht im Dax. 2026 bleibt Symrise mit einem Kursgewinn von fast einem Drittel aber in den Top 3 des deutschen Leitindex.

Das Unternehmen steigerte den Umsatz in den drei Monaten bis Ende September im Jahresvergleich aus eigener Kraft um 5,3 Prozent auf 1,31 Milliarden Euro. Das ist mehr als von Analysten im Durchschnitt erwartet. Inklusive Währungs- und Übernahmeeffekten ergibt sich ein Plus von 7,2 Prozent. Für die ersten neun Monate ergibt sich damit ein organisches Umsatzplus von 3,0 Prozent, wie Symrise am Mittwoch weiter mitteilte.

Zwar liege das Wachstum im dritten Quartal über der mittleren Analystenschätzung, doch dürften nicht wenige Investoren auf noch mehr gehofft haben, schrieb Branchenexpertin Victoria Nice von Bernstein Research in einer ersten Einschätzung. Zudem scheine die Entwicklung der Verkaufspreise etwas schwächer als gemeinhin erwartet.

Für 2026 erwartet Symrise-Chef Jean-Yves Parisot weiterhin ein organisches Umsatzwachstum von 2 bis 4 Prozent, konkret ist nun von etwa der Mitte des Zielkorridors die Rede, was etwas weniger ist als am Markt erwartet. Dabei dürfte sich das Wachstum laut Unternehmensangaben im vierten Quartal gegenüber dem dritten Quartal wegen einer höheren Vergleichsbasis im Vorjahr abschwächen.

Die bereinigte operative Gewinnmarge sieht Parisot nun in der unteren Hälfte der unveränderten Zielspanne von 21,5 bis 22,5 Prozent - Analysten rechnen im Mittel mit 21,9 Prozent. So nimmt das Unternehmen Geld für IT und weitere Produktinnovationen in die Hand.

Alles in allem dürften sich die durchschnittlichen Analystenprognosen für 2026 aber nur wenig verändern, merkte Experte Edward Hockin von der Bank JPMorgan an. Dass die Aktie so stark unter Druck steht, dürfte daran liegen, dass Symrise die Markterwartungen nach guter Kursentwicklung nicht übertroffen habe.

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