Take-Two Aktie: Guidance 1,1 Milliarden unter Konsens
23.05.2026 - 21:17:02 | boerse-global.deGTA VI hat einen festen Termin. Take-Two bestätigte den Start für den 19. November 2026, und das jüngste Quartal lief besser als erwartet. Trotzdem rutschte die Aktie am Freitag ab. Der Markt schaute nicht zurück, sondern auf die vorsichtige Prognose für das nächste Geschäftsjahr.
Am Freitag schloss die Take-Two-Aktie bei 196,60 Euro und verlor 4,10 Prozent. Auf Wochensicht steht ein Minus von 5,84 Prozent. Kein Wunder, dass die Reaktion nervös ausfiel.
Starkes Quartal reicht nicht
Im vierten Quartal lagen die Net Bookings bei 1,58 Milliarden Dollar. Damit übertraf Take-Two die eigene Prognose und den Marktkonsens.
Die Unternehmensspanne hatte bei 1,51 bis 1,56 Milliarden Dollar gelegen. Analysten hatten im Schnitt 1,555 Milliarden Dollar erwartet.
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Auch Umsatz und Ergebnis je Aktie lagen über den Erwartungen. Rückenwind kam vor allem von Grand Theft Auto, Red Dead Redemption und mobilen Spielen aus dem Zynga-Portfolio.
Im Gesamtjahr stieg der Umsatz um 18 Prozent auf 6,66 Milliarden Dollar. Außerdem tilgte Take-Two kurzfristige Schulden von 1,1 Milliarden Dollar. Das stärkt die Bilanz vor einer der wichtigsten Produktphasen der Firmengeschichte.
GTA VI steht, die Prognose bremst
GTA VI soll am 19. November 2026 für PlayStation 5 und Xbox Series X|S erscheinen. CEO Strauss Zelnick bekräftigte den Termin und sprach sinngemäß von einer operativen Festlegung.
Die Marketingkampagne soll im Sommer anlaufen. Vorbestellungen dürften parallel starten. Für die Spielebranche ist das mehr als ein gewöhnlicher Release, denn GTA VI gilt als potenzieller Rekordtitel.
Der Dämpfer kam aus der Jahresprognose. Für das Geschäftsjahr 2027 stellt Take-Two Net Bookings von 8,0 bis 8,2 Milliarden Dollar in Aussicht. Der Konsens lag zuvor bei 9,3 Milliarden Dollar. Wedbush hatte sogar mit 9,4 Milliarden Dollar gerechnet.
Wedbush und BofA Securities werten die Spanne als bewusst vorsichtig. Take-Two hat in großen Release-Jahren historisch eher konservativ geplant. Die Prognose bedeutet dennoch rund 20 Prozent Wachstum und lässt Raum für spätere Anhebungen.
Analysten bleiben gelassen
Mehrere Häuser halten trotz Kursrückgang an positiven Einschätzungen fest. Die Kursziele zeigen, dass viele Analysten den GTA-VI-Effekt noch nicht abschreiben.
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- Benchmark, DA Davidson und UBS: „Buy“, Kursziel 300 Dollar.
- BMO Capital: „Outperform“, Kursziel 280 Dollar.
- BofA Securities: „Buy“, Kursziel 320 Dollar.
- Wells Fargo: „Overweight“, Kursziel von 293 auf 287 Dollar gesenkt.
- Konsens: „Moderate Buy“, durchschnittliches Kursziel 287,53 Dollar.
Eine Dividende zahlt Take-Two weiterhin nicht. Der Investmentcase hängt damit stark an Wachstum, neuen Releases und der Fähigkeit, große Marken länger zu monetarisieren.
Ein weiterer Punkt kommt später ins Spiel. Einige Analysten sehen ab dem Geschäftsjahr 2029 Chancen durch künstliche Intelligenz, etwa bei schnelleren Inhalten für Rockstar-Spiele. Das bleibt Zukunftsmusik, passt aber zur Debatte über Take-Twos bislang knappe Release-Taktung.
Bis zum GTA-VI-Start im November 2026 gibt die Prognose dem Markt die Richtung vor. Hebt Take-Two die Spanne im Jahresverlauf an, kann sich die Stimmung drehen. Bleibt das Management vorsichtig, dürfte selbst der feste Termin nicht alle Bewertungszweifel ausräumen.
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