Elon, Musk

Elon Musk bleibt Pariser Anhörung zu Plattform X fern

20.04.2026 - 18:35:33 | dpa.de

Tech-MilliardÀr Elon Musk ist einer Vorladung in Paris im Zuge von Ermittlungen gegen seine Online-Plattform X in Frankreich ferngeblieben.

Musk sei zu dem Termin nicht erschienen, bestĂ€tigte die Pariser Staatsanwaltschaft, wie französische Medien berichteten. "Seine Anwesenheit oder Abwesenheit stellt kein Hindernis fĂŒr die Fortsetzung der Ermittlungen dar", erklĂ€rte die Staatsanwaltschaft. Weder Musk noch die ebenfalls vorgeladene frĂŒhere X-Chefin Linda Yaccarino waren verpflichtet, zu der freien Anhörung zu erscheinen.

Worum drehen sich die Ermittlungen gegen X in Frankreich?

Die Pariser Staatsanwaltschaft ermittelt seit rund einem Jahr gegen X wegen des Vorwurfs, dass Algorithmen in dem sozialen Netzwerk verĂ€ndert worden sein sollen, um rechtsextremen Inhalten mehr Aufmerksamkeit zu bescheren. Außerdem geht es um den Vorwurf der Holocaustleugnung sowie um sexualisierte Abbildungen. Dabei handelt es sich um vom KI-Chatbot Grok erstellte sexualisierte Bilder von Frauen und Kindern, sogenannte Deepfakes, die international fĂŒr viel Empörung gesorgt haben. Deepfakes sind mit Hilfe von KI erstellte Videos, Bilder oder Audio-Dateien, die tĂ€uschend echt wirken, es aber nicht sind.

X hatte nach den Durchsuchungen entgegnet, die VorwĂŒrfe seien "unbegrĂŒndet". Das Unternehmen bestreite "jegliches Fehlverhalten". Die Durchsuchung gefĂ€hrde die Redefreiheit und X wolle die eigenen Grundrechte sowie die der Nutzer verteidigen. Musk beschimpfte die französischen Ermittler in einer Reaktion auf X gar als "geistig Behinderte".

US-Regierung steht hinter Musk und wettert ĂŒber Europa

Musk ist fĂŒr rechte politische Ansichten bekannt. Er behauptet schon lĂ€nger, dass in Europa die Redefreiheit in Bezug auf solche Meinungen eingeschrĂ€nkt werde. RĂŒckendeckung bekam er dabei zum Teil von US-VizeprĂ€sident JD Vance. Außer in Frankreich laufen auch auf Grundlage europĂ€ischer Digitalgesetze mehrere Untersuchungen und Verfahren gegen Musks Plattform. Die US-Regierung von PrĂ€sident Donald Trump behauptet, BrĂŒssel betreibe Zensur.

Das "Wall Street Journal" berichtete am Freitag ĂŒber ein Schreiben des US-Justizministeriums, in dem sich die US-Justiz fĂŒr X starkmacht und die Auffassung vertritt, dass die Pariser Ermittlungen gegen den ersten Zusatzartikel der US-Verfassung zur Meinungsfreiheit verstoßen. Laut dem Zeitungsbericht teilte das Justizministerium den französischen Strafverfolgungsbehörden mit, dass es ihre Ermittlungen gegen Musks Plattform nicht unterstĂŒtzen werde.

Paris will Betrieb der Plattform X im Einklang mit dem Gesetz

Wie die Pariser Staatsanwaltschaft nach der Durchsuchung von RĂ€umlichkeiten von X im Februar erklĂ€rt hatte, hĂ€tten die Ermittlungen das Ziel, einen Betrieb der Plattform X in Frankreich im Einklang mit den französischen Gesetzen zu gewĂ€hrleisten. Die Vorladung von Musk und Yaccarino solle den beiden die Möglichkeit geben, ihren Standpunkt und gegebenenfalls die geplanten Maßnahmen zur Einhaltung der Vorschriften darzulegen.

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