Tesla schiebt Werksausbau in GrĂŒnheide an - Eine Million Autos als Ziel
Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 16:46 Uhr | dpa, AD HOC NEWSGeplant ist eine neue Produktionshalle. FĂŒr Ende des Jahres sei angestrebt, dass die zweite Teilgenehmigung zum Ausbau eingereicht werde, sagte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Das Unternehmen sei in internen Vorbereitungen dafĂŒr. Wie groĂ die Halle werden soll, ist bisher unklar. ZunĂ€chst hatten der RBB und die "MĂ€rkische Oderzeitung" berichtet.
Auf dem GelĂ€nde der einzigen E-Auto-Fabrik von Elon Musk in Europa will Tesla die Produktion nach den bisherigen PlĂ€nen von geplanten 500.000 Autos im Jahr - die noch nicht erreicht sind - auf eine Million im Jahr verdoppeln. Die SpeicherkapazitĂ€t der Herstellung von Batteriezellen soll ebenfalls deutlich steigen: nach den frĂŒheren PlĂ€nen auf kĂŒnftig 100 Gigawattstunden pro Jahr. Weiterer Wald muss dafĂŒr nicht gerodet werden.
Rund 3.500 BeschÀftigte zusÀtzlich
Tesla hatte die AusbauplÀne auch wÀhrend eines Absatzeinbruchs nicht aufgegeben, aber zunÀchst auf Eis gelegt und von einer besseren Marktlage abhÀngig gemacht. Inzwischen zieht die Nachfrage wieder an, und Tesla stellt gegen den Trend BeschÀftigte ein. Die Fabrik bei Berlin, die im MÀrz 2022 öffnete, hat nach Angaben von Tesla derzeit 12.600 BeschÀftigte. Zwischenzeitlich war die Zahl unter 11.000 Mitarbeiter gesunken.
Das Unternehmen will die Produktion in zwei Schritten auf dann 7.500 Fahrzeuge pro Woche steigern. Das entspricht rund 375.000 Fahrzeugen im Jahr. DafĂŒr sollen 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neu eingestellt werden. AuĂerdem sind mehr als 1.500 neue BeschĂ€ftigte fĂŒr den Ausbau der Batteriezellfertigung in GrĂŒnheide vorgesehen. In den vergangenen Monaten seien bereits 2.000 Mitarbeiter zusĂ€tzlich eingestellt worden, sagte eine Sprecherin.
Erste Genehmigung fĂŒr Ausbau vor zwei Jahren
Bereits vor zwei Jahren hatte Tesla vom Land Brandenburg grĂŒnes Licht fĂŒr einen ersten Schritt zum Ausbau des Werkes erhalten. Das Landesumweltamt erteilte damals eine erste umweltrechtliche Genehmigung fĂŒr Ănderungen und die Optimierung schon errichteter GebĂ€ude und Anlagen.
In der zweiten Stufe geht es nach Angaben des Unternehmens um den Bau der neuen Werkhalle und um LogistikflĂ€chen, in einer dritten Stufe um die Einbringung von Maschinen. UmweltschĂŒtzer und Anwohner haben Bedenken gegen die Fabrik und gegen einen Ausbau, weil sie teils im Wasserschutzgebiet liegt.
