Thyssenkrupp: 3,27 Milliarden aus TK-Elevator-Verkauf
30.04.2026 - 01:26:39 | boerse-global.deEine Beteiligung, die jahrelang kaum jemanden interessierte, rĂŒckt plötzlich ins Zentrum der Thyssenkrupp-Story. Der Aufzugshersteller TK Elevator soll vom finnischen Konkurrenten Kone ĂŒbernommen werden â und das verschafft dem Konzern einen potenziellen Milliardenzufluss, der die Dimension der Transaktion erst richtig greifbar macht.
Was Thyssenkrupp aus dem Deal herausholen könnte
Thyssenkrupp hĂ€lt noch gut 16 Prozent an TK Elevator â ein Ăberbleibsel aus dem Verkauf der Aufzugssparte an die Finanzinvestoren Advent und Cinven im Jahr 2020. Der Buchwert dieser Beteiligung lag zuletzt bei rund 2 Milliarden Euro.
Unter den Bedingungen der Kone-Transaktion wĂŒrde Thyssenkrupp 810 Millionen Euro in bar erhalten. Hinzu kĂ€men neu ausgegebene Kone-Aktien im Wert von bis zu 2,46 Milliarden Euro, was einer Beteiligung von 5,5 Prozent am fusionierten Konzern entsprĂ€che. JPMorgan beziffert die Gesamtgegenleistung fĂŒr Thyssenkrupp auf rund 3,27 Milliarden Euro â das entspricht etwa 60 Prozent des gesamten Börsenwerts des Konzerns.
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Analysten uneins ĂŒber das Kurspotenzial
Die Reaktion an der Börse fiel deutlich aus. Die Aktie legte am Mittwoch auf XETRA knapp zehn Prozent zu und schloss bei 9,61 Euro. Damit hat sich der Kurs seit seinem Tief Ende MĂ€rz um mehr als 34 Prozent erholt â vom 52-Wochen-Hoch bei 13,24 Euro ist er aber noch weit entfernt.
Jefferies wertet den Deal als lang erhoffte Wertschöpfung auĂerhalb des KerngeschĂ€fts und bekrĂ€ftigt seine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 13 Euro. JPMorgan bleibt dagegen bei "Neutral" und sieht den fairen Wert bei 10,10 Euro â ein erheblicher Unterschied in der EinschĂ€tzung des weiteren Potenzials.
Kartellgenehmigung als entscheidende HĂŒrde
Vollzogen ist der Deal noch lange nicht. Kone rechnet selbst damit, dass die Kartellbehörden frĂŒhestens in einem Jahr grĂŒnes Licht geben. Die IG Metall hat die Ăbernahme bereits kritisiert. Thyssenkrupp hĂ€lt sich bedeckt: "Wir prĂŒfen derzeit die genauen Implikationen auf unseren Anteil an TK Elevator", erklĂ€rte eine Unternehmenssprecherin.
NĂ€chster konkreter Termin ist der Halbjahresbericht im Mai. Er soll Klarheit ĂŒber den Stand der Verhandlungen mit dem indischen Stahlkonzern Jindal Steel bringen und Hinweise zur HKM-Transaktion liefern. Den Verkauf seiner Anteile an den HĂŒttenwerken Krupp Mannesmann an die Salzgitter AG hat Thyssenkrupp bereits vereinbart â der Abschluss ist fĂŒr den 1. Juni 2026 geplant.
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