Thyssenkrupp: Deutsche Bank hebt auf Buy
01.05.2026 - 01:21:41 | boerse-global.deZwei Banken, zwei Kaufempfehlungen, ein Kurs mit neuem Schwung. Die Deutsche Bank hat Thyssenkrupp von „Hold" auf „Buy" hochgestuft und das Kursziel von 11,00 auf 14,50 Euro angehoben. Die Aktie legte daraufhin knapp fünf Prozent auf 10,09 Euro zu.
Warum jetzt?
Analyst Bastian Synagowitz sieht in den Belastungen der vergangenen Monate den Grund für das Upgrade. Geopolitische Risiken, operative Schwäche und Zweifel am geplanten Stahlverkauf an Jindal hatten den Kurs tief gedrückt. Das März-Tief lag bei 7,15 Euro. Synagowitz wertet genau das als Einstiegsgelegenheit.
Rückenwind kommt aus Brüssel. Ab Juli 2026 will die EU die zollfreien Stahl-Importquoten um knapp die Hälfte auf gut 18 Millionen Tonnen kürzen. Der Strafzoll auf überschreitende Mengen soll auf 50 Prozent steigen. Für Thyssenkrupp wären das spürbare Entlastungen im Stahlgeschäft.
Das Basisziel von 14,50 Euro impliziert zum Vortagesschluss rund 50 Prozent Aufwärtspotenzial. Im Idealfall sieht die Deutsche Bank sogar eine Kursverdopplung als möglich — allerdings bei erheblicher Volatilität. Die annualisierte Volatilität liegt aktuell bei über 62 Prozent.
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Materials Services als zweiter Hebel
Jefferies hatte kurz zuvor ebenfalls eine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 13 Euro bekräftigt. Die Bank verwies auf strategische Katalysatoren, die der Markt bislang ignoriere. Im Mittelpunkt: die Handelssparte Materials Services.
Die Einheit erwirtschaftet rund 11 Milliarden Euro Jahresumsatz und beschäftigt mehr als 15.000 Mitarbeiter. Thyssenkrupp prüft laut Reuters drei Optionen: Abspaltung, Börsengang oder Direktverkauf. Insider zufolge könnte eine Entscheidung noch 2026 fallen. Ein Börsengang wäre theoretisch bereits im Herbst möglich — sofern die Sparte ihre Ergebnisse im laufenden Quartal verbessert. Geprüft wird auch eine Umwandlung in eine KGaA, um bei einem Teilverkauf die Kontrolle zu behalten.
Prüfstein am 12. Mai
Trotz des frischen Optimismus bleibt das Umfeld schwierig. Die deutsche Industrieproduktion schwächelte im ersten Quartal. Hohe Energiepreise belasten weiter.
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Den nächsten konkreten Datenpunkt liefert Thyssenkrupp am 12. Mai 2026. Dann erscheint der Zwischenbericht zum ersten Halbjahr 2025/2026. CEO Miguel Ángel López Borrego und Finanzvorstand Axel Hamann halten ab 11:00 Uhr eine Analysten-Telefonkonferenz ab. Ob die Zahlen den neu entfachten Optimismus untermauern, entscheidet maßgeblich darüber, wie nachhaltig die 34-Prozent-Erholung der vergangenen vier Wochen wirklich ist.
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