Tilray Aktie: DEA berät Schedule III
Veröffentlicht: 07.07.2026 um 02:24 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Tilray Brands nähert sich einem richtungsweisenden Wendepunkt. Während die US-Drogenbehörde DEA über die Zukunft von Cannabis berät, bereitet sich der Konzern auf seine Bilanzvorlage vor. Die strategischen Weichen für den US-Markt könnten bald neu gestellt werden.
Um den 27. Juli plant Tilray die Veröffentlichung der Ergebnisse für das vierte Quartal 2026. Analysten rechnen mit steigenden Erlösen durch Synergien und das Wachstum im Ausland. Das internationale Cannabis-Geschäft legte im Vorquartal bereits um 73 Prozent zu.
Besonders der deutsche Markt entwickelte sich zuletzt positiv. Hier verzeichnete das Unternehmen ein Plus von 43 Prozent. Der Gesamtumsatz kletterte im dritten Quartal auf 206,7 Millionen Dollar.
Die US-Strategie im Blick
Die laufenden DEA-Anhörungen zur Neueinstufung von Cannabis sind für Tilray von großer Bedeutung. Ein Wechsel in die Kategorie „Schedule III“ würde den direkten Zugang zum US-THC-Markt ermöglichen. Bisher bremst die restriktive Bundesgesetzgebung diesen Expansionsschritt aus.
Der Konzern baut indes sein Standbein außerhalb von Cannabis konsequent aus. Zum Portfolio gehören mittlerweile Craft-Biere, Spirituosen und Hanf-Wellness-Produkte. Diese Diversifizierung soll die Abhängigkeit von regulatorischen Entscheidungen in einzelnen Ländern verringern.
Verkaufsdruck belastet den Kurs
An der Börse spiegelt sich die Zuversicht des Managements bisher kaum wider. Die Aktie schloss am Montag bei 6,31 CAD. Innerhalb von 30 Tagen sank der Kurs um knapp zehn Prozent.
Ein Relative-Stärke-Index (RSI) von 33,9 deutet auf eine derzeit schwache Dynamik hin. Die jährliche Volatilität liegt derweil bei 34,15 Prozent. Anleger warten nun auf den Earnings Call, um neue Details zur geplanten Markteintrittsstrategie in den USA zu erhalten.
Für das Geschäftsjahr 2026 bleibt die Prognose für das bereinigte EBITDA zwischen 62 Millionen und 72 Millionen Dollar bestehen. Das Erreichen dieses Ziels hängt maßgeblich von der weiteren Dynamik in den internationalen Märkten ab.
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