ROUNDUP, China

Japan und USA stÀrken Allianz

28.10.2025 - 11:13:31 | dpa.de

TOKIO - Japan und seine Schutzmacht USA wollen ihre Verteidigungs- und Wirtschaftskooperation angesichts des Machtstrebens Chinas deutlich ausbauen.

(neu: Zitate von Trump und Takaichi)

TOKIO (dpa-AFX) - Japan und seine Schutzmacht USA wollen ihre Verteidigungs- und Wirtschaftskooperation angesichts des Machtstrebens Chinas deutlich ausbauen. US-PrĂ€sident Donald Trump und Japans neue nationalkonservative Regierungschefin Sanae Takaichi kĂŒndigten in Tokio ein "neues goldenes Zeitalter" der "stetig wachsenden japanisch-amerikanischen Allianz" an.

Beide unterzeichneten zudem ein Abkommen zur Sicherung der Versorgung mit seltenen Erden. Hintergrund ist das Quasi-Monopol des gemeinsamen Rivalen China.

Im Handelsstreit mit den USA hat Peking seltene Erden und daraus gefertigte Magnete mit Ausfuhrkontrollen belegt. Am Donnerstag will sich Trump mit Chinas PrĂ€sidenten Xi Jinping in SĂŒdkorea am Rande des Wirtschaftsgipfels der Apec-Staaten treffen, um ĂŒber den Handelskonflikt zu sprechen. Das Ziel des Abkommens mit Japan sei es, "die WiderstandsfĂ€higkeit und Sicherheit der Lieferketten fĂŒr kritische Mineralien und seltene Erden zu gewĂ€hrleisten."

USA und Japan wollen AbhÀngigkeit von China reduzieren

Trump nutzt seine Reise durch mehrere LĂ€nder Asiens, um diverse Vereinbarungen zu seltenen Erden zu schließen. Durch den Ausbau der Kooperationen will die US-Regierung die AbhĂ€ngigkeit von China reduzieren. Auch fĂŒr das Hightech-Land Japan sind seltene Erden von entscheidender Bedeutung. Die Metalle werden etwa fĂŒr die Herstellung von Smartphones, Windkraftanlagen, Elektroautos sowie von RĂŒstungsgĂŒtern gebraucht.

Japan will Verteidigung "fundamental" stÀrken

Bei einem anschließenden gemeinsamen Besuch des atomgetriebenen FlugzeugtrĂ€gers George Washington auf dem US-MarinestĂŒtzpunkt Yokosuka nahe Tokio sagte Takaichi, Japan sei entschlossen, seine VerteidigungsfĂ€higkeiten "fundamental" zu stĂ€rken. "Japan ist bereit, noch proaktiver zum Frieden und zur StabilitĂ€t in der Region beizutragen." Trump beschwor in seiner anschließenden Rede vor US-Soldaten an Bord mit martialischer Sprache die StĂ€rke der US-Marine. "Niemand hat unsere Waffen, und schon sehr bald wird es noch stĂ€rker und mĂ€chtiger sein als je zuvor."

Kein Feind werde auch nur davon trĂ€umen, Amerikas Marine zu bedrohen, sagte er. Trump ergĂ€nzte, wenn doch, dann stehe der amerikanische Matrose bereit, die Feinde "zu zerschmettern, zu versenken, zu zerstören und auszulöschen". Dies sei eine furchtbare Aussage, sagte Trump und schob nach, dass er sich damit wohl fĂŒr den Friedensnobelpreis disqualifiziert habe. Takaichi will ihn jedoch dafĂŒr vorschlagen, wie das Weiße Haus nach dem Treffen der beiden mitteilte.

250 KirschbÀume als Geschenk

Trump bekam obendrein noch ein außergewöhnliches Geschenk fĂŒr sein Land: Man werde der Hauptstadt Washington 250 KirschbĂ€ume stiften, kĂŒndigte Takaichi mit Blick auf den 250. Jahrestag der UnabhĂ€ngigkeitserklĂ€rung der USA im nĂ€chsten Jahr an. KirschbĂ€ume sind ein beliebtes Foto-Motiv in Washington - wĂ€hrend der BlĂŒtezeit taucht die Stadt in ein Meer aus Rosa und Weiß. Das Feiern der KirschblĂŒte ist in Japan eine jahrhundertealte Tradition.

Schutzmacht USA

Trump hob zum Auftakt ihres Treffens in Tokio anerkennend hervor, dass Japan unter Takaichis FĂŒhrung die militĂ€rischen KapazitĂ€ten ihres Landes "ganz erheblich" erhöhe. Die USA hĂ€tten von Japan bereits Bestellungen "fĂŒr eine sehr große Menge neuer militĂ€rischer AusrĂŒstung erhalten", sagte Trump. Takaichi hatte kĂŒrzlich zum Auftakt ihrer Amtszeit angekĂŒndigt, den Verteidigungsetat bis MĂ€rz auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts anzuheben. Damit wĂŒrde das Ziel zwei Jahre frĂŒher erreicht als bislang geplant.

Die US-Regierung unter Trump forderte von vielen VerbĂŒndeten mehr finanziellen Einsatz bei den Verteidigungsausgaben. So reagierte auch die Nato bereits auf den Druck aus Washington. Das SicherheitsbĂŒndnis mit Japans Schutzmacht USA bezeichnete Takaichi angesichts des wachsenden Machtstrebens Chinas und der Bedrohung durch Nordkoreas Raketen- und Atomprogramm als einen "Eckpfeiler" ihrer Außen- und Sicherheitspolitik.

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