Toyota, JP3633400001

Toyota Motor Corp-Aktie (JP3633400001): Elektrowende, Rekordergebnisse und neue Risiken im Fokus

18.05.2026 - 13:22:28 | ad-hoc-news.de

Toyota Motor Corp steht nach Rekordzahlen, hoher Dividende und ehrgeizigen Elektroplänen stark da. Gleichzeitig belasten Diskussionen um CO2-Ziele, Lieferkettenrisiken und der hart umkämpfte E-Auto-Markt. Wie ist der Konzern strategisch aufgestellt?

Toyota, JP3633400001
Toyota, JP3633400001

Toyota Motor Corp gehört zu den weltweit größten Autobauern und steht mit klassischen Verbrennern, Hybridtechnologie und einer schrittweisen Elektrostrategie an der Spitze der Branche. Für Anleger ist der Konzern vor allem wegen seiner globalen Präsenz, hohen Stückzahlen und traditionell soliden Bilanzstruktur interessant. Gleichzeitig wächst der Druck durch strengere Emissionsvorschriften, neue Wettbewerber im Elektrosegment und geopolitische Risiken in wichtigen Absatz- und Produktionsregionen.

In den vergangenen Quartalen hat Toyota trotz eines herausfordernden Umfelds Rekordergebnisse vorgelegt und seine Dividendenpolitik eher aktionärsfreundlich ausgerichtet, wie aus den veröffentlichten Geschäftsberichten hervorgeht. Parallel dazu treibt das Management Investitionen in Batterieproduktion, Software-Architekturen und neue Mobilitätsdienste voran, um die technologische Transformation zu meistern. Für deutsche Anleger ist Toyota insbesondere relevant, weil der Konzern in Europa stark vertreten ist und über internationale Listings auch von Deutschland aus handelbar bleibt.

Die Aktie von Toyota Motor Corp wird schwerpunktmäßig in Tokio gehandelt, ist aber über verschiedene Plattformen weltweit verfügbar. Für Anleger an deutschen Börsen spielt hierbei vor allem der Zugang über entsprechende Handelsplätze eine Rolle, auf denen die Kursentwicklung in Euro nachvollzogen werden kann. Die Kombination aus globaler Produktionsbasis, breiter Modellpalette und Verbundeffekten in Einkauf und Entwicklung verschafft Toyota im internationalen Wettbewerb Vorteile, erfordert aber auch eine konsequente Steuerung von Kosten, Währungen und regulatorischen Anforderungen.

Stand: 18.05.2026

Von der Redaktion - spezialisiert auf Aktienberichterstattung.

Auf einen Blick

  • Name: Toyota Motor Corp
  • Sektor/Branche: Automobilhersteller
  • Sitz/Land: Toyota, Japan
  • Kernmärkte: Japan, Nordamerika, Europa, Asien
  • Wichtige Umsatztreiber: Pkw- und Nutzfahrzeugverkauf, Finanzierung, Ersatzteile
  • Heimatbörse/Handelsplatz: Tokio (Ticker 7203)
  • Handelswährung: Japanischer Yen

Toyota Motor Corp: Kerngeschäftsmodell

Das Kerngeschäft von Toyota Motor Corp basiert auf der Entwicklung, Produktion und dem Vertrieb von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in nahezu allen wichtigen Automärkten weltweit. Der Konzern adressiert dabei ein breites Spektrum von Volumenmodellen über Mittelklassefahrzeuge bis hin zu Premium- und Performance-Modellen unter verschiedenen Marken. In vielen Ländern zählt Toyota zu den Marktführern oder mindestens zu den zentralen Volumenanbietern, was dem Unternehmen Skaleneffekte bei Einkauf, Fertigung und Vertrieb ermöglicht.

Ein wesentlicher Bestandteil des Geschäftsmodells ist die ausgeprägte Plattformstrategie. Durch modulare Fahrzeugarchitekturen lassen sich unterschiedliche Modellvarianten auf gemeinsamen technischen Grundlagen aufbauen, was Entwicklungs- und Produktionskosten senkt. Diese Plattformen werden stetig weiterentwickelt, um strengere Emissionsvorgaben, Sicherheitsstandards und Kundenanforderungen zu erfüllen. Gleichzeitig spielt die enge Verzahnung zwischen Forschung, Entwicklung und Produktion eine wichtige Rolle, um neue Technologien wie Assistenzsysteme, vernetzte Dienste und effiziente Antriebe zügig in Serie zu bringen.

Historisch hat Toyota mit Hybridantrieben früh eigene Schwerpunkte gesetzt. Modelle wie der Prius haben dem Konzern einen technologischen Vorsprung bei der Kombination von Verbrennungsmotor und Elektromotor verschafft. Diese Kompetenz nutzt Toyota inzwischen nicht nur bei klassischen Hybridfahrzeugen, sondern auch als Basis für Plug-in-Hybride und als Übergangstechnologie auf dem Weg zu reinen Elektrofahrzeugen. Der Konzern fokussiert sich dabei auf die Balance zwischen Reichweite, Kosten, Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit der dafür nötigen Komponenten.

Über das reine Fahrzeuggeschäft hinaus betreibt Toyota umfangreiche Finanzdienstleistungen. Dazu gehören die Absatzfinanzierung für Privatkunden und Flotten, Leasingangebote sowie teilweise Versicherungsprodukte rund um das Auto. Diese Aktivitäten stabilisieren in vielen Märkten die Nachfrage und generieren zusätzliche Erträge, bringen aber auch ein Kredit- und Zinsänderungsrisiko mit sich. Für die Gesamtprofitabilität sind diese Services in der Regel margenstärker als das reine Fahrzeuggeschäft, das im globalen Wettbewerb typischerweise unter hohem Preisdruck steht.

Ein weiterer Baustein des Geschäftsmodells sind Teile- und Serviceaktivitäten, die die Kundenbindung über den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeugs stärken. Originalersatzteile, Wartung und Werkstattleistungen bilden einen wiederkehrenden Umsatzstrom, der weniger konjunkturanfällig ist als der Neuwagenverkauf. Über ein weltweites Netz autorisierter Händler und Werkstätten stellt Toyota die Versorgung mit Ersatzteilen sicher und positioniert sich zugleich im Aftermarket. Diese Aktivitäten gewinnen in Phasen schwächerer Neuwagenkonjunktur zusätzlich an Bedeutung.

Im Zuge der digitalen Transformation baut Toyota außerdem zunehmende Kompetenzen im Bereich Software, Konnektivität und datenbasierter Dienste auf. Vernetzte Fahrzeuge erlauben neue Geschäftsmodelle, etwa im Flottenmanagement, bei Over-the-Air-Updates oder bei nutzungsabhängigen Zusatzdiensten. Für den Konzern entsteht damit ein wachsendes Potenzial, Kundenbeziehungen über klassische Fahrzeugnutzung hinaus zu monetarisieren. Zugleich müssen umfangreiche Investitionen in IT-Infrastruktur, Cybersicherheit und Kooperationen mit Technologiepartnern gestemmt werden.

Langfristig spielt für Toyota auch das Thema neue Mobilitätskonzepte eine Rolle. Der Konzern prüft und erprobt Modelle wie Carsharing, Ride-Hailing-Kooperationen oder Abonnementmodelle, um sich auf mögliche Veränderungen im Mobilitätsverhalten einzustellen. Noch machen diese Aktivitäten im Vergleich zum klassischen Autogeschäft nur einen geringen Anteil aus, können aber perspektivisch zusätzliche Wachstumspfade eröffnen. Entscheidend dabei ist, ob es Toyota gelingt, wirtschaftliche und skalierbare Lösungen zu entwickeln, die sich in die bestehende Wertschöpfungskette integrieren lassen.

Wichtigste Umsatz- und Produkttreiber von Toyota Motor Corp

Die zentralen Umsatztreiber von Toyota Motor Corp liegen im weltweiten Verkauf von Pkw in den Volumensegmenten. Beliebte Baureihen wie Corolla, RAV4, Yaris oder Camry sorgen in vielen Märkten für hohe Stückzahlen. In einzelnen Regionen kommen lokal zugeschnittene Modelle hinzu, die auf spezifische Kundenbedürfnisse ausgerichtet sind. Diese Volumenmodelle bilden das Rückgrat der Produktion und tragen maßgeblich zur Auslastung der Werke sowie zur Deckung der fixen Kosten bei.

Im Nutzfahrzeugbereich ist Toyota vor allem mit Pick-ups und leichten Nutzfahrzeugen präsent, etwa mit Baureihen wie dem Hilux oder regionalen Varianten für Handwerk, Gewerbe und Flottenkunden. Diese Fahrzeuge sind insbesondere in Schwellen- und Entwicklungsländern, aber auch in ausgewählten Industriemärkten wichtige Umsatzbringer. Der Nutzfahrzeuganteil verleiht dem Konzern eine gewisse Diversifizierung, da die Nachfrage nach robusten Arbeitsfahrzeugen teilweise anderen Zyklen folgt als der Pkw-Markt.

Ein strategischer Schwerpunkt liegt bei Hybridfahrzeugen, bei denen Toyota in vielen Märkten als Vorreiter gilt. Die Hybridpalette erstreckt sich von Kompaktfahrzeugen bis hin zu größeren Modellen und bedient damit verschiedene Preispunkte und Kundengruppen. Hybride helfen, Flottenemissionen zu senken und Emissionsziele in wichtigen Regionen zu erreichen, ohne vollständig auf reine Elektroantriebe angewiesen zu sein. Sie können daher in Übergangsphasen zwischen Verbrenner- und E-Mobilität weiterhin eine bedeutende Rolle spielen.

Parallel expandiert Toyota in den Bereich batterieelektrischer Fahrzeuge. Der Konzern arbeitet an eigenen Elektroplattformen, Batterietechnologien und Partnerschaften, um den erwarteten Anstieg der Nachfrage nach E-Autos bedienen zu können. Die konkrete Umsetzung verläuft bewusst schrittweise und differenziert nach Marktbedingungen, Ladeinfrastruktur und regulatorischem Druck. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie sich Reichweite, Kosten, Ladegeschwindigkeit und Haltbarkeit der Batterien in Einklang bringen lassen.

Wesentlich für die Ertragslage sind zudem die Finanzdienstleistungen rund um Fahrzeugleasing und -finanzierung. In vielen Märkten werden ein erheblicher Teil der Neuwagen über entsprechende Programme ausgeliefert, was den Absatz unterstützt und die Kundenbindung erhöht. Die Erträge aus Finanzierungsgeschäften hängen allerdings von Zinsumfeld, Ausfallraten und Regulierung im Finanzsektor ab. Eine disziplinierte Risikosteuerung ist daher entscheidend, um die Stabilität des Geschäfts sicherzustellen.

Regionale Umsatzschwerpunkte liegen traditionell in Japan und Nordamerika, wobei insbesondere die USA für Stückzahlen und Ertragssituation von großer Bedeutung sind. Europa und andere Regionen inklusive Asien außerhalb Japans tragen ebenfalls erheblich zum Gesamtumsatz bei. In Europa sieht sich Toyota einem vergleichsweise strengen regulatorischen Rahmen bei Emissionen gegenüber, was den Ausbau der Hybrid- und Elektroflotte zusätzlich fordert. Gleichzeitig bietet der europäische Markt Chancen für Markenpositionierung und technologische Differenzierung.

Im Service- und Ersatzteilgeschäft profitiert Toyota von einer großen installierten Fahrzeugbasis. Je mehr Fahrzeuge über viele Jahre auf den Straßen unterwegs sind, desto höher der Bedarf an Wartung, Reparaturen und Originalteilen. Dieses Geschäft ist normalerweise weniger volatil als der Neuwagenmarkt und kann einen stabilisierenden Effekt auf den Konzernumsatz haben. Für viele Händlerbetriebe ist der After-Sales-Bereich zudem ein wichtiger Profitabilitätstreiber, was die Bedeutung eines funktionierenden Händlernetzes unterstreicht.

Innovation im Bereich Sicherheitssysteme und Fahrerassistenz trägt ebenfalls zur Attraktivität der Produktpalette bei. Toyota stattet zunehmend mehr Modelle mit Assistenzfunktionen aus, die später auch Grundlage für höhere Automatisierungsgrade werden können. Kunden entscheiden sich oftmals für höherwertige Ausstattungsvarianten, wenn Sicherheits- und Komfortfunktionen deutlich wahrnehmbare Vorteile bieten. Dies ermöglicht höheren Durchschnittserlös pro Fahrzeug und trägt dazu bei, den Preisdruck im Markt abzufedern.

Im Bereich alternativer Antriebe über die Batterieelektrik hinaus untersucht und entwickelt Toyota auch Wasserstoff-Brennstoffzellenantriebe. Erste Serienfahrzeuge und Pilotflotten kommen bereits in ausgewählten Märkten zum Einsatz. Kurzfristig ist das Marktvolumen in diesem Segment noch begrenzt, insbesondere bedingt durch die geringe Dichte an Wasserstofftankstellen und die hohen Systemkosten. Langfristig könnte sich hier jedoch ein zusätzliches Differenzierungsmerkmal ergeben, falls sich entsprechende Infrastrukturen durchsetzen.

Branchentrends und Wettbewerbsposition

Die globale Automobilbranche befindet sich in einem tiefgreifenden Umbruch. Strengere CO2-Grenzwerte in Europa, Nordamerika und Teilen Asiens erhöhen den Druck auf etablierte Hersteller, ihre Flotten zügig zu elektrifizieren. Parallel dazu treten neue Wettbewerber, insbesondere aus China, mit aggressiven Preisen und hoher Geschwindigkeit bei der Markteinführung von E-Modellen auf. Toyota steht damit im Spannungsfeld zwischen eigenen Transformationsplänen und einem sich verschärfenden Wettbewerbsumfeld.

Ein zentrales Branchenthema ist die Verfügbarkeit zentraler Rohstoffe und Komponenten. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre mit Engpässen bei Halbleitern und gestörten Lieferketten haben gezeigt, wie abhängig Fahrzeughersteller von globalen Zulieferstrukturen sind. Für Toyota bedeutet dies, dass der Konzern seine Beschaffungsstrategien und Lagerhaltungsmodelle laufend anpassen muss. Gleichzeitig investiert die Branche verstärkt in vertikale Integration, etwa bei Batteriezellen, um mehr Kontrolle über kritische Komponenten zu erlangen.

Im Bereich Elektromobilität nimmt der Anteil reiner E-Fahrzeuge am Gesamtmarkt zu, wobei das Tempo regional sehr unterschiedlich ist. In Europa sind politische Zielsetzungen und Förderinstrumente zentrale Treiber, während in anderen Regionen Preis- und Infrastrukturfragen stärker dominieren. Toyota verfolgt eine Strategie, die verschiedene Antriebsformen parallel berücksichtigt und je nach Marktbedingungen gewichtet. Diese technologische Offenheit kann kurzfristig Flexibilität bieten, birgt aber das Risiko, dass Konkurrenten bei bestimmten Technologien einen größeren Vorsprung erarbeiten.

Gleichzeitig dringen Technologieunternehmen und spezialisierte Zulieferer immer tiefer in die Wertschöpfungskette der Automobilindustrie ein. Software, Sensorik, Konnektivität und Datenanalyse werden zu zentralen Differenzierungsmerkmalen. Toyota reagiert darauf mit eigenen Softwareinitiativen sowie Kooperationen, um die Komplexität moderner Fahrzeugarchitekturen zu beherrschen. Die Fähigkeit, Over-the-Air-Updates, digitale Dienste und sichere Vernetzung zu bieten, wird zunehmend wichtig, um die Erwartungen von Kunden und Regulierern zu erfüllen.

Für Toyota spielt die Markenwahrnehmung als zuverlässiger und langlebiger Hersteller weiterhin eine wichtige Rolle. In vielen Märkten verbinden Käufer mit der Marke robuste Fahrzeuge, hohe Wiederverkaufswerte und eine solide Verarbeitungsqualität. Diese Reputation wurde über Jahrzehnte aufgebaut und kann auch in der Transformationsphase ein Vorteil sein, wenn Kunden bei neuen Antriebstechnologien auf bewährte Marken setzen. Allerdings müssen Innovationstempo und Produktdesign mit dem Tempo neuer Wettbewerber mithalten, um keine Marktanteile in zukunftsträchtigen Segmenten zu verlieren.

Die Wettbewerbsposition von Toyota wird zudem durch Partnerschaften innerhalb der Branche geprägt. Kooperationen bei Plattformen, Antriebstechnologien oder gemeinsamen Werken können helfen, Kosten zu teilen und Entwicklungszeiten zu verkürzen. Zugleich muss der Konzern sicherstellen, dass zentrale Kompetenzen im eigenen Haus verbleiben, um langfristig eigenständig agieren zu können. Die Abwägung zwischen Zusammenarbeit und Wettbewerb ist damit ein wiederkehrendes strategisches Thema.

Ein weiterer Branchentrend ist die Diskussion um Kreislaufwirtschaft, Recycling und Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Regulierer, Investoren und Kunden achten stärker darauf, wie Hersteller mit Ressourcen umgehen, wie sie Emissionen in Produktion und Logistik senken und welche Strategien für das Recycling von Batterien und Materialien existieren. Toyota arbeitet an entsprechenden Programmen und Initiativen, um den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren, muss aber wie die gesamte Branche komplexe Anforderungen entlang globaler Lieferketten adressieren.

Für deutsche Anleger ist insbesondere relevant, dass europäische und deutsche Hersteller direkt mit Toyota im Wettbewerb stehen, etwa im Kompakt- und Mittelklasse-Segment oder bei Premium-Fahrzeugen über Konzernmarken und Kooperationen. Die strategischen Entscheidungen von Toyota, etwa beim Tempo der E-Mobilität oder beim Ausbau von Wasserstofflösungen, haben daher auch Rückwirkungen auf die Wettbewerbslandschaft im Heimatmarkt vieler deutscher Investoren. Ebenso beeinflussen globale Preis- und Rabattstrategien den Druck auf Margen in Europa.

Offizielle Quelle

Für Informationen aus erster Hand zu Toyota Motor Corp lohnt sich der Besuch der offiziellen Unternehmenswebsite.

Zur offiziellen Website

Warum Toyota Motor Corp für deutsche Anleger relevant ist

Für Anleger in Deutschland ist Toyota Motor Corp aus mehreren Gründen von Bedeutung. Zum einen ist der Konzern einer der größten globalen Wettbewerber vieler europäischer und deutscher Hersteller, was die Dynamik im heimischen Automobilsektor direkt beeinflusst. Marktanteilsverschiebungen, Preisstrategien und technologische Entwicklungen bei Toyota wirken sich unmittelbar auf die Wettbewerbsbedingungen von Unternehmen aus, deren Aktien in deutschen Leitindizes vertreten sind.

Zum anderen ist die Aktie von Toyota Motor Corp über internationale Listings und verschiedene Handelsplätze auch für Anleger in Deutschland investierbar. Damit können private und institutionelle Investoren an der Entwicklung eines weltweit diversifizierten Automobilkonzerns partizipieren. Die internationale Präsenz von Toyota, kombiniert mit einem hohen Umsatzanteil außerhalb Japans, führt dazu, dass konjunkturelle Schwächephasen in einzelnen Regionen teilweise durch Stärke in anderen Märkten ausgeglichen werden können.

Hinzu kommt, dass Toyota bei Themen wie Hybridantrieben und alternativen Mobilitätskonzepten zu den prägenden Akteuren der Branche zählt. Deutsche Anleger, die die Transformation der Automobilindustrie im Portfolio abbilden möchten, können Toyota als Referenz für eine auf breitere Technologiepfade gestützte Strategie betrachten. Gleichzeitig zeigen Entscheidungen des Konzerns, wie etablierte Hersteller versuchen, regulatorische Vorgaben, Kundenpräferenzen und Profitabilität in Einklang zu bringen.

Weiterlesen

Weitere News und Entwicklungen zur Aktie können über die verlinkten Übersichtsseiten erkundet werden.

Mehr News zu dieser AktieInvestor Relations

Risiken und offene Fragen

Für Toyota Motor Corp ergeben sich verschiedene Risikofelder, die Anleger im Blick behalten. Dazu zählen die Geschwindigkeit der Elektrifizierung und die Frage, ob das gewählte Tempo im Vergleich zu Wettbewerbern ausreicht, um Marktanteile in zentralen Segmenten zu verteidigen oder auszubauen. Verändert sich der regulatorische Rahmen schneller als erwartet, könnte zusätzlicher Investitionsdruck entstehen, um Flottenziele zu erreichen und Strafzahlungen zu vermeiden.

Auch die Abhängigkeit von globalen Lieferketten stellt ein strukturelles Risiko dar. Engpässe bei Halbleitern, Batteriematerialien oder anderen kritischen Komponenten können zu Produktionsunterbrechungen und höheren Kosten führen. Hinzu kommt die Volatilität bei Rohstoffpreisen, insbesondere für Stahl, Aluminium und Batterierohstoffe. Diese Faktoren beeinflussen die Margensituation und können kurzfristig zu Ergebnisbelastungen führen, falls Preissteigerungen nicht vollständig an Kunden weitergegeben werden.

Wechselkursbewegungen, insbesondere zwischen Yen, US-Dollar und Euro, wirken sich zudem auf die ausgewiesenen Ergebnisse und die Wettbewerbsfähigkeit auf Exportmärkten aus. Toyota erzielt einen wesentlichen Teil seiner Umsätze außerhalb Japans, sodass Währungsschwankungen ein wesentlicher Einflussfaktor bleiben. Darüber hinaus spielen politische und regulatorische Risiken in Schlüsselregionen eine Rolle, etwa Handelskonflikte, lokale Produktionsvorschriften oder mögliche Anforderungen an den lokalen Anteil von Wertschöpfung.

Wichtige Termine und Katalysatoren

Für die weitere Entwicklung der Toyota Motor Corp-Aktie sind klassische Berichtstermine wie Quartals- und Jahreszahlen entscheidende Katalysatoren. An diesen Tagen informieren Management und Finanzbereich über Umsatz, Ergebnis, Margenentwicklung und aktualisierte Ausblicke. Darüber hinaus wird häufig erläutert, wie sich zentrale Kennzahlen wie Produktionsvolumen, Modellmix und regionale Absatztrends entwickelt haben. Anpassungen von Investitionsplänen oder Kostenprogrammen können hier ebenfalls Signale für den weiteren Kursverlauf liefern.

Zusätzlich sind Ankündigungen zu größeren Investitionsprojekten, etwa neuen Werken, Batteriefabriken oder Forschungseinrichtungen, sowie strategische Kooperationen wichtige Wegmarken. Auch Produktpremieren, insbesondere im Bereich Elektromobilität oder bei neuen Plattformen, stoßen häufig auf breites Interesse im Kapitalmarkt. Schließlich können Änderungen in Dividendenpolitik, Aktienrückkäufen oder Kapitalstrukturmaßnahmen die Wahrnehmung der Aktie beeinflussen, da sie Hinweise auf Cashflow-Situation und Managementprioritäten geben.

Fazit

Toyota Motor Corp steht als einer der größten globalen Automobilhersteller vor der Aufgabe, ein breit diversifiziertes, erfolgreiches Verbrenner- und Hybridgeschäft in eine zunehmend von Elektromobilität und Software geprägte Zukunft zu überführen. Die starke Marktposition in vielen Regionen, eine etablierte Hybridkompetenz und ein solides Service- und Finanzdienstleistungsgeschäft bilden dafür eine robuste Ausgangsbasis. Gleichzeitig erfordern verschärfte Emissionsziele, wachsender Wettbewerbsdruck und die Abhängigkeit von globalen Lieferketten fortlaufende Investitionen und Anpassungen der Strategie. Für deutsche Anleger bleibt Toyota Motor Corp aufgrund der globalen Präsenz, der technologischen Entwicklung und der Bedeutung für die internationale Automobilindustrie ein wichtiger Beobachtungsfall, dessen Chancen und Risiken laufend gegeneinander abgewogen werden müssen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Aktien sind volatile Finanzinstrumente.

So schätzen die Börsenprofis Toyota Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Toyota Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | JP3633400001 | TOYOTA | boerse | 69365442 | bgmi