Treffen zwischen China und USA inmitten von Spannungen
Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 13:11 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Offen gesagt wĂ€re es leichtsinnig und unverantwortlich, wenn die USA und China keine Beziehungen hĂ€tten, in Anbetracht des Einflusses, den unsere LĂ€nder auf die globale Wirtschaft und die Welt haben", sagte er am Rande des AuĂenministertreffens der sĂŒdostasiatischen Staatengemeinschaft Asean in Manila auf den Philippinen. Ein Konflikt zwischen beiden LĂ€ndern hĂ€tte "dramatische Auswirkungen", erklĂ€rte er.
Rubio hatte zuvor seinen chinesischen Amtskollegen Wang Yi getroffen. China hatte sich zunĂ€chst noch nicht geĂ€uĂert. Beide Seiten sprachen ihm zufolge unter anderem ĂŒber den von den USA vorgeschlagenen Handelsrat (Board of Trade) sowie den Rat fĂŒr Investitionen (Board of Investment). "Wir arbeiten daran, dies umzusetzen", sagte Rubio vor Reportern. Er glaube, dass es dabei noch vor dem geplanten USA-Besuch von Xi Jinping im September "konkrete Ergebnisse" geben könnte, fuhr er fort.
Konfrontation im SĂŒdchinesischen Meer
Das Treffen in Manila fĂ€llt in eine Zeit neuer Spannungen zwischen Peking und Washington sowie US-VerbĂŒndeten. Erst vergangene Woche hatte Trump China einen Einmischungsversuch bei den PrĂ€sidentschaftswahlen 2020 vorgeworfen, die er gegen seinen demokratischen VorgĂ€nger Joe Biden verloren hatte. China bestritt jegliche Einmischung. Chinas seltener Test einer Interkontinentalrakete Anfang Juli lieĂ im Indopazifik zusĂ€tzlich Sorgen vor weiteren Spannungen aufkommen.
An einem Riff im SĂŒdchinesischen Meer, um das sich China und die mit den USA verbĂŒndeten Philippinen schon lange streiten, gerieten Anfang dieser Woche Seeleute beider Seiten aneinander. Chinas KĂŒstenwache hatte sich einem dort seit Jahrzehnten auf Grund gelaufenen Kriegsschiff der Philippinen mit einem Schlauchboot genĂ€hert und nach philippinischen Angaben einen Soldaten am Kopf verletzt. Beide Seiten warfen sich anschlieĂend unrechtmĂ€Ăiges Verhalten vor.
Rubio: USA wollen Verpflichtungen einhalten
Rubio sprach von einer Art Eskalation, die die USA fĂŒr "negativ" halten. Als Vertragspartner wolle Washington seinen Verpflichtungen gegenĂŒber den Philippinen nachkommen, sagte er.
China reklamiert fast das gesamte SĂŒdchinesische Meer fĂŒr sich. Allerdings erheben auch Vietnam, die Philippinen, Taiwan, Malaysia und andere LĂ€nder in dem rohstoffreichen Gebiet AnsprĂŒche und verweisen auf die Entscheidung eines UN-Schiedsgerichts von 2016, die China ignoriert. Verhandlungen ĂŒber einen verbindlichen Verhaltenskodex der Asean-Staaten im SĂŒdchinesischen Meer stecken seit Jahren fest.
