Trump, MissstÀnde

Trump spielt MissstÀnde auf FlugzeugtrÀger herunter

Veröffentlicht am: 14.08.2026 um 21:05 Uhr | dpa.de

Trotz Berichten ĂŒber MissstĂ€nde auf dem seit Monaten im Nahen Osten eingesetzten FlugzeugtrĂ€ger "USS Abraham Lincoln" hĂ€lt US-PrĂ€sident Donald Trump am MilitĂ€reinsatz fest.

Wie in einem Video von CBS News zu sehen ist, antwortete er auf die Frage einer Journalistin, ob der Einsatz schon zu lange dauere: "Nein, nein, nein. Bei weitem noch nicht lange genug." Trump spielte zudem Bedenken von Familienangehörigen der EinsatzkrĂ€fte bezĂŒglich der Bedingungen an Bord des FlugzeugtrĂ€gers herunter und fĂŒgte hinzu, dass das Schiff in KĂŒrze verlegt und durch ein anderes "sehr Ă€hnliches Schiff" ersetzt werde.

Damit bestÀtigte Trump zum Teil Medienberichte, wonach der FlugzeugtrÀger aus dem Nahen Osten abgezogen und durch die "USS George Washington" ersetzt werden solle. Das hatten das "Wall Street Journal" sowie die US-Sender CNN und NBC News unter Berufung auf Insider berichtet. Laut CNN war der Austausch der Schiffe allerdings bereits vor den Beschwerden geplant. Trump nannte den Namen der "USS George Washington" nicht.

Senator forderte sofortiges Handeln der Regierung

Zuvor hatte der Senator aus dem Bundesstaat Connecticut, Richard Blumenthal, die US-Regierung auf X aufgefordert, sie solle erklĂ€ren, was sie zur UnterstĂŒtzung der StreitkrĂ€fte an Bord tue. "Weitverbreitete Berichte ĂŒber VersorgungsengpĂ€sse, Probleme bei den SanitĂ€ranlagen, eine Verschlechterung der psychischen Gesundheit und mehr erfordern sofortiges Handeln", hieß es weiter.

Fehlende Seife und verstopfte Klos sind demnach nicht einmal das schlimmste Problem: Bei Soldatinnen und Soldaten sei eine Verschlechterung der psychischen Gesundheit festzustellen, hieß es in der offiziellen Anfrage. Es seien "Sicherheitsbedenken hinsichtlich der Außendecks" geĂ€ußert worden. Störungen im Postverkehr hĂ€tten ferner dazu gefĂŒhrt, dass viele an das Schiff adressierte Versorgungspakete ĂŒber Monate auf dem Transportweg verloren gegangen seien.

US-MilitĂ€r weist Berichte zurĂŒck

Das US-MilitĂ€r wies die Berichte zurĂŒck. Der FlugzeugtrĂ€ger "USS Abraham Lincoln" weise unter allen der US Navy eine der höchsten Wiederverpflichtungsraten der Besatzung mit 84,4 Prozent auf, teilte das fĂŒr die Region zustĂ€ndige US-Kommando Centcom auf der Plattform X mit. Eine solche Rate beschreibt den Anteil der Soldaten, die freiwillig weiter im MilitĂ€r bleiben, nachdem ihre Vertragszeit abgelaufen ist.

Von Centcom hieß es weiter, anders als berichtet sei kein Besatzungsmitglied an Bord des FlugzeugtrĂ€gers ums Leben gekommen. Ein Matrose, der am 3. August ĂŒber Bord gegangen sei, sei schnell und sicher geborgen worden, hieß es weiter. Centcom sprach von Falschberichterstattung.

Iranische Medien hatten berichtet, bei gewaltsamen Auseinandersetzungen an Bord des FlugzeugtrÀgers seien sieben Menschen ums Leben gekommen. Die Stimmung an Bord sei angespannt.

Mit der aus dem SĂŒdchinesischen Meer abgezogenen "USS Abraham Lincoln" und ihren Begleitschiffen hatte das US-MilitĂ€r bereits Anfang Januar seine PrĂ€senz im Nahen Osten ausgebaut. Am 28. Februar hatten die USA und Israel MilitĂ€rschlĂ€ge gegen den Iran begonnen. Seither ist der FlugzeugtrĂ€ger im Arabischen Meer im Einsatz, um die US-Seeblockade gegen Schiffe durchzusetzen, die versuchen, iranische HĂ€fen anzulaufen oder zu verlassen.

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