Trump Ă€uĂert auch bei Nato-Gipfel Unmut ĂŒber EuropĂ€er
Veröffentlicht: 07.07.2026 um 15:28 Uhr, dpa.de"Ich war sehr enttĂ€uscht von der Nato", sagte er kurz nach seiner Ankunft in Ankara bei einem Treffen mit dem Gastgeber, dem tĂŒrkischen PrĂ€sidenten Recep Tayyip Erdogan. Kurz darauf bekrĂ€ftige er seine zuletzt immer wieder vorgebrachte Kritik, dass europĂ€ische Partner die USA im Iran-Krieg hĂ€ngen gelassen hĂ€tten. Explizit erwĂ€hnte er dabei GroĂbritannien, Italien, Deutschland und Frankreich.
Gleich zu Beginn des Gipfels gefĂ€hrdet Trump damit das fĂŒr die VerbĂŒndeten wichtige Signal der Geschlossenheit. FĂŒr die AbschreckungsfĂ€higkeit des VerteidigungsbĂŒndnisses ist es zentral, dass die 32 Mitgliedsstaaten Einigkeit demonstrieren. Der US-PrĂ€sident hatte zuletzt immer wieder seinem Unmut ĂŒber einige europĂ€ische VerbĂŒndete Luft gemacht - und so Sorgen befeuert, er könnte auch auf dem Nato-Gipfel fĂŒr einen Eklat sorgen.
Spannungen nahmen wÀhrend Iran-Kriegs zu
Trumps zentraler Vorwurf lautete auch in den vergangenen Wochen, die europĂ€ischen Partner hĂ€tten die USA im Krieg gegen den Iran nicht ausreichend unterstĂŒtzt. Dabei ging es unter anderem um StĂŒtzpunkte, Ăberflugrechte und eine mögliche Rolle bei der Sicherung der StraĂe von Hormus. Auch Kritik am US-Vorgehen im Iran, wie sie etwa Bundeskanzler Friedrich Merz geĂ€uĂert hatte, verĂ€rgerte Trump.
FĂŒr den US-PrĂ€sidenten hat LoyalitĂ€t einen zentralen Stellenwert - ob seitens seiner Kollegen im Inland oder seiner VerbĂŒndeten im Ausland. Auf die Frage, was er sich von Alliierten wĂŒnsche, sagte Trump jĂŒngst: "Ich will einfach nur ihre LoyalitĂ€t".
