Ubisoft, Aktie

Ubisoft Aktie: Kostenziel €1,25 Milliarden bis März 2028

21.04.2026 - 18:55:07 | boerse-global.de

Der französische Spielepublisher Ubisoft führt ein dezentrales Betriebsmodell ein, um Effizienz zu steigern, kämpft jedoch mit hohen Abschreibungen und einem operativen Verlust.

Ubisoft Aktie: Kostenziel €1,25 Milliarden bis März 2028 - Foto: über boerse-global.de
Ubisoft Aktie: Kostenziel €1,25 Milliarden bis März 2028 - Foto: über boerse-global.de

Ubisoft steht vor einer entscheidenden Weichenstellung. Seit Ende April herrscht beim französischen Spiele-Publisher eine strategische Ruhephase, bevor im Mai der Jahresbericht folgt. Hinter den Kulissen arbeitet das Unternehmen an einer neuen, dezentralen Struktur, um die operative Effizienz zu steigern.

Startschuss fĂĽr die Creative Houses

Seit Anfang April ist das neue Betriebsmodell der „Creative Houses“ offiziell in Kraft. Der Konzern hat sein weltweites Entwicklungsnetzwerk in fünf spezialisierte Einheiten aufgeteilt. Jede dieser Abteilungen trägt nun die volle finanzielle Verantwortung für ihre Projekte.

Vantage Studios übernimmt dabei die wichtigste Rolle. Die Einheit steuert künftig die umsatzstarken Kernmarken wie Assassin’s Creed, Far Cry und Rainbow Six. Andere Teams konzentrieren sich derweil auf kompetitive Shooter oder Service-Games.

Hohe Abschreibungen belasten das Ergebnis

Der Umbau erfolgt in einer wirtschaftlich schwierigen Phase. Nach einer massiven Gewinnwarnung rechnet das Management für das Geschäftsjahr 2025/26 nur noch mit Netto-Buchungen von etwa 1,5 Milliarden Euro.

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Ein erwarteter operativer Verlust von rund einer Milliarde Euro belastet die Bilanz. Darin enthalten sind Abschreibungen in Höhe von 650 Millionen Euro. Diese resultieren aus der Einstellung von sechs internen Projekten und weiteren Verschiebungen.

Im dritten Quartal des vergangenen Geschäftsjahres übertraf das Unternehmen die Erwartungen indes leicht. Dies lag vor allem an einer soliden Performance des Bestandskatalogs und bestehenden Partnerschaften. Trotz dieser punktuellen Erfolge setzt das Management auf ein striktes Sparprogramm, um die Qualität der Spieleproduktionen dauerhaft zu sichern.

Aktie stabilisiert sich auf niedrigem Niveau

An der Börse zeigt sich zuletzt eine deutliche Erholungstendenz. Die Aktie legte am Dienstag um rund 7,5 Prozent auf 5,19 Euro zu. Damit hat sich das Papier deutlich von seinem 52-Wochen-Tief bei 3,77 Euro abgesetzt.

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Innerhalb der vergangenen 30 Tage kletterte der Kurs um ĂĽber 28 Prozent. Marktbeobachter werten die Stabilisierung als Reaktion auf die niedrige Bewertung der etablierten Spiele-Franchises.

Das Ziel der Neuausrichtung ist eine schlankere Kostenstruktur. Bis März 2028 will Ubisoft die Fixkosten auf 1,25 Milliarden Euro drücken. Im Mai wird der vollständige Geschäftsbericht weitere Details zur Umsetzung liefern.

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