UBS, Aktie

UBS Aktie: Politischer RĂŒckenwind

31.03.2026 - 14:25:15 | boerse-global.de

Schweizer Parlamentarier signalisieren Bereitschaft, geplante Kapitalvorschriften fĂŒr die UBS abzumildern. Dies fĂŒhrte zu einem Kursanstieg der Aktie, die zuvor stark an Wert verloren hatte.

UBS Aktie: Politischer RĂŒckenwind - Bild: ĂŒber boerse-global.de
UBS Aktie: Politischer RĂŒckenwind - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Der Aktienkurs der UBS zog heute um rund drei Prozent an – ausgelöst durch Berichte, dass fĂŒhrende Schweizer Parlamentarier der Bank intern signalisiert haben, die geplanten Kapitalvorschriften abmildern zu wollen. Ein Lichtblick in einem Jahr, das bisher alles andere als erfreulich war: Seit Januar hat die Aktie rund 18 Prozent an Wert verloren.

Was auf dem Spiel steht

Im Kern geht es um ein Reformpaket, das die Schweizer Finanzministerin Karin Keller-Sutter nach dem Zusammenbruch der Credit Suisse 2023 auf den Weg gebracht hat. Die PlĂ€ne sehen vor, dass die UBS ihre auslĂ€ndischen Tochtergesellschaften kĂŒnftig vollstĂ€ndig mit Eigenkapital unterlegen muss – derzeit liegt diese Quote bei rund 60 Prozent. Hinzu kĂ€me eine Neubewertung bestimmter Kapitalbestandteile: Banken-Software und Steuergutschriften wĂŒrden nicht mehr als Eigenkapital anerkannt. In der Summe könnten die Anforderungen die Bank bis zu 26 Milliarden Dollar zusĂ€tzliches Kapital kosten.

Kein Wunder also, dass die UBS seit Monaten vor Wettbewerbsnachteilen warnt und intern mit einem Wechsel in eine gĂŒnstigere Jurisdiktion droht, sollte kein Kompromiss gelingen.

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Parlamentarier nehmen das Steuer in die Hand

Einer Kerngruppe einflussreicher Abgeordneter, die die VorschlĂ€ge fĂŒr ĂŒberzogen hĂ€lt, hat der Bank nun signalisiert, das Problem durch eine Einigung zu entschĂ€rfen. Der entscheidende parlamentarische Wirtschafts- und Steuerausschuss soll den Prozess voraussichtlich im Mai ĂŒbernehmen – sobald die Regierung ihre endgĂŒltige Entscheidung getroffen hat. Eine breite Parlamentsdebatte könnte dann ab Juni folgen.

Einen Vorgeschmack auf mögliche Kompromisslinien gab es bereits im Dezember 2025: Eine bĂŒrgerliche Abgeordnetengruppe schlug vor, einen Teil der Kapitalanforderungen fĂŒr Auslandstöchter durch sogenannte AT1-Anleihen zu erfĂŒllen. Das Finanzministerium lehnte dies damals ab.

Die Regierung könnte ihre Entscheidung zum Gesamtpaket bereits im April veröffentlichen. Der besonders strittige Teil – die Kapitalanforderungen fĂŒr auslĂ€ndische Tochtergesellschaften – wandert dann in die parlamentarische Debatte, wo die Abgeordneten deutlich mehr Spielraum haben.

Gleichwohl bleibt Vorsicht geboten: Die Bedingungen eines Kompromisses sind noch nicht festgezurrt, und andere Parteien könnten den VorschlĂ€gen Widerstand entgegensetzen. Selbst wenn Zusagen gemacht werden, ist das Endergebnis keineswegs garantiert annehmbar – so die nĂŒchterne EinschĂ€tzung aus dem Umfeld der Bank.

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