UBS Aktie: Starkes Quartal, schwieriger Regulierungsrahmen
29.04.2026 - 11:36:37 | boerse-global.deDie Schweizer Großbank hat heute früh ihre Zahlen zum ersten Quartal 2026 vorgelegt — und die können sich sehen lassen. Der Nettogewinn verdoppelte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum nahezu auf 3,0 Milliarden Dollar. Gleichzeitig bleibt ein Thema schwer im Raum hängen: die drohenden Kapitalauflagen aus Bern.
Rekordzahlen im Investmentbanking
Der Gewinn vor Steuern lag bei 3,84 Milliarden Dollar, auf bereinigter Basis bei knapp 4,0 Milliarden Dollar — ein Plus von 54 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2025. Besonders das Investmentbanking glänzte: Die Erträge stiegen um 27 Prozent, angetrieben von einem Rekordergebnis im Bereich Global Markets. Im Aktienhandel sowie im Devisen- und Zinsgeschäft wurden neue Höchstmarken erreicht.
Auch das Wealth Management lieferte ab. Die verwalteten Nettoneuzuflüsse im Global Wealth Management beliefen sich auf 37,4 Milliarden Dollar, das Asset Management verzeichnete Zuflüsse von 14,0 Milliarden Dollar. Die harte Kernkapitalquote (CET1) liegt komfortabel bei 14,7 Prozent — deutlich über der selbst gesetzten Zielmarke von rund 14 Prozent.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei UBS?
Kapitalrückgaben trotz regulatorischer Wolken
Ungeachtet der politischen Debatte um schärfere Eigenkapitalanforderungen hält die Bank an ihrem Rückkaufprogramm fest. Im ersten Quartal wurden bereits rund 900 Millionen Dollar eigener Aktien zurückgekauft. Bis zur Vorlage der Halbjahreszahlen am 29. Juli sollen insgesamt 3,0 Milliarden Dollar erreicht sein — weitere Rückkäufe bis Jahresende sind geplant, allerdings mit einem Vorbehalt.
Denn der Schweizer Bundesrat hat weitreichende Änderungen der Eigenmittelvorschriften auf den Weg gebracht. Konkret: Die vollständige Abzugspflicht für Beteiligungen an ausländischen Tochtergesellschaften auf Stammhausebene würde zusätzliches hartes Kernkapital von rund 20 Milliarden Dollar erfordern. Zusammen mit den Auswirkungen der Credit-Suisse-Übernahme und weiteren Anpassungen auf Verordnungsebene summiert sich der Mehrbedarf auf rund 37 Milliarden Dollar — eine Summe, die die Bank in ihrer heutigen Mitteilung ausdrücklich als belastend hervorhebt.
Die geplante Umsetzung erfolgt schrittweise über sieben Jahre, beginnend mit einem Abzug von 65 Prozent im ersten Jahr. Dennoch hängt das künftige Volumen der Aktienrückkäufe explizit davon ab, welche Klarheit das Parlament in dieser Frage schafft.
Einen wichtigen Meilenstein hat die Bank derweil abgehakt: Die Migration von rund 1,2 Millionen Kundenkonten auf die eigene Infrastruktur ist abgeschlossen. Die vollständige Integration der übernommenen Credit Suisse soll bis Ende 2026 weitgehend abgeschlossen sein. Kumulierte Kosteneinsparungen von 11,5 Milliarden Dollar belegen, dass der Prozess trotz seiner Komplexität diszipliniert vorangeht.
UBS-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue UBS-Analyse vom 29. April liefert die Antwort:
Die neusten UBS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für UBS-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
UBS: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
So schätzen die Börsenprofis UBS Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.
