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Universal Music Aktie: Aufsichtsrat lehnt Ackman-Offerte ab

29.05.2026 - 20:58:15 | boerse-global.de

Der Aufsichtsrat von Universal Music Group hat die 56-Milliarden-Euro-Übernahmeofferte von Bill Ackman einstimmig abgelehnt und verweist auf die operative Stärke des Konzerns.

Universal Music Aktie: Aufsichtsrat lehnt Ackman-Offerte ab - Foto: über boerse-global.de
Universal Music Aktie: Aufsichtsrat lehnt Ackman-Offerte ab - Foto: über boerse-global.de

Bill Ackman wollte den weltgrößten Musikkonzern für 56 Milliarden Euro übernehmen. Universal Music Group hat sein Angebot jetzt einstimmig zurückgewiesen — und macht dabei unmissverständlich klar, was es davon hält.

Nach einer Aufsichtsratssitzung am Freitagabend teilte UMG mit, das Angebot von Pershing Square Capital bewertet das Unternehmen fundamental zu niedrig und schaffe keinen überlegenen Mehrwert. Der Aufsichtsrat habe zudem von zahlreichen Aktionären Rückendeckung für diese Entscheidung erhalten.

Was Ackman geboten hatte

Pershing Square hatte Anfang April eine Offerte von 30,40 Euro je UMG-Aktie vorgelegt — aufgeteilt in 5,05 Euro in bar und 0,77 Aktien einer neuen Gesellschaft. Die Konstruktion sieht eine Verschmelzung mit dem US-Akquisitionsvehikel SPARC Holdings vor, was UMG faktisch zu einem Nasdaq-Listing gezwungen hätte. Einen solchen US-Börsengang hatte das Management bereits im März wegen des unsicheren Marktumfelds auf Eis gelegt.

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Das Angebot liegt weit über dem aktuellen Börsenpreis: Die UMG-Aktie schloss am Freitag bei 19,50 Euro, was einer Marktkapitalisierung von knapp 36 Milliarden Euro entspricht. Ackman begründete seine Initiative damit, das Papier leide unter einer nicht voll ausgenutzten Bilanz und anhaltender Unsicherheit — der Kurs hat auf Jahressicht rund ein Drittel verloren.

UMG setzt auf eigenen Kurs

Der Aufsichtsrat hält dagegen und verweist auf die operative Stärke des Konzerns. Seit dem Börsengang 2021 sei der Umsatz um 60 Prozent gewachsen, das bereinigte EBITDA um fast 70 Prozent. Im vergangenen Jahr sicherte sich UMG einen Marktanteil von 33 Prozent im Tonträgergeschäft — der höchste Wert seit 2013.

Parallel hat der Konzern zuletzt selbst mehrere Maßnahmen eingeleitet: Das Aktienrückkaufprogramm wurde ausgeweitet, die Hälfte der Spotify-Beteiligung soll monetarisiert werden, und das Unternehmen kündigte verbesserte Finanzberichterstattung an. Das liest sich wie eine Antwort auf Ackmans Kritik — ohne ihm dabei das Heft aus der Hand zu geben.

Pershing Square hat das Angebot als unverbindlich bezeichnet. Ob Ackman nachlegt oder den Rückzug antritt, dürfte die entscheidende Frage für den Kursverlauf in den kommenden Wochen sein. UMG-Aktionäre beobachten eine Offerte, die rund 56 Prozent Aufschlag auf den Freitagskurs verspricht — das Druckpotenzial auf den Aufsichtsrat bleibt damit erheblich.

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