US-Außenminister, Rubio

US-Außenminister Rubio lobt Orbans enges VerhĂ€ltnis zu Trump

16.02.2026 - 14:06:20 | dpa.de

US-Außenminister Marco Rubio hat bei einem Besuch in Ungarn die engen Beziehungen beider LĂ€nder hervorgehoben.

Diese seien auf die hervorragende Zusammenarbeit zwischen den Staatschefs beider LĂ€nder zurĂŒckzufĂŒhren, sagte er auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ungarischen Regierungschef Viktor Orban. "Der MinisterprĂ€sident und der PrĂ€sident (Donald Trump) pflegen ein sehr, sehr enges persönliches VerhĂ€ltnis und ArbeitsverhĂ€ltnis", fĂŒhrte er aus.

Mit dem Amtsantritt Trumps zu Beginn des Vorjahres habe ein "goldenes Zeitalter" in den ungarisch-amerikanischen Beziehungen begonnen, pflichtete ihm Orban bei. Der ungarische Rechtspopulist hatte bereits vor Trumps erstmaliger Wahl zum US-PrĂ€sidenten 2016, damals als einziger Regierungschef eines EU-Landes, seine vorbehaltlose UnterstĂŒtzung fĂŒr Trump erklĂ€rt.

Wie Orban weiter darlegte, werde er am Donnerstag (19. Februar) an der ersten Sitzung des von Trump gegrĂŒndeten "Friedensrates" teilnehmen. Das Gremium soll den Wiederaufbau und die Nachkriegsordnung im Gazastreifen ĂŒberwachen. Viele europĂ€ische Staaten - auch Deutschland - sehen im "Friedensrat" eine Konkurrenz zu den Vereinten Nationen.

Rubio besucht europaskeptische EU-Staaten

Rubio war am letzten Wochenende bei der MĂŒnchener Sicherheitskonferenz aufgetreten. Im Anschluss reiste er zunĂ€chst in die slowakische Hauptstadt Bratislava und dann nach Budapest weiter. Auch der slowakische MinisterprĂ€sident Robert Fico gilt als starker Trump-Sympathisant. Die Reisestationen des US-Außenministers machten Beobachtern zufolge deutlich, in welchem Ausmaß die Trump-Administration auf die EU-skeptischen und "illiberalen" KrĂ€fte in Europa setzt.

Zugleich wollte Rubio mit den Oden auf die als unverbrĂŒchlich dargestellte MĂ€nnerfreundschaft zwischen seinem Chef im Weißen Haus und Orban dem letzteren wohl auch innenpolitisch den RĂŒcken stĂ€rken. Denn der Ungar sieht am 12. April einer Parlamentswahl entgegen, die er verlieren könnte. Sein bĂŒrgerlich-konservativer Herausforderer Peter Magyar liegt in den Umfragen derzeit deutlich vor ihm.

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