Trump: Raketenangriffe, falls sich Iran dem Uran nÀhern sollte
02.04.2026 - 05:21:15 | dpa.deIrans Atomanlagen seien bei den Luftangriffen im Juni vergangenen Jahres so hart getroffen worden, dass es Monate dauern wĂŒrde, um auch nur in die NĂ€he des Urans zu gelangen, sagte er. Man beobachte dies mit Hilfe von Satelliten intensiv. Wenn man auch nur die geringste Bewegung der Iraner bemerke, wĂŒrden sie "sehr hart" mit Raketen getroffen werden, sagte Trump im WeiĂen Haus in einer Rede an die Nation. Die USA hielten alle Karten in der Hand, die Iraner hĂ€tten keine Handlungsmöglichkeiten, sagte er.
Das hochangereicherte Uran, das sich sehr tief unter Irans Atomanlagen befinden soll, nannte Trump dabei nicht direkt. Stattdessen sprach er von "nuklearem Staub" - einen Begriff, den er bereits zuvor fĂŒr Irans Uran-Vorrat genutzt hatte.
Seit Tagen gibt es Berichte ĂŒber eine mögliche Bodenoffensive des US-MilitĂ€rs im Iran. Das "Wall Street Journal" etwa hatte jĂŒngst unter Berufung auf US-Beamte berichtet, Trump prĂŒfe zurzeit, wie gefĂ€hrlich ein MilitĂ€reinsatz zur Bergung des Urans fĂŒr die dafĂŒr nötigen Bodentruppen wĂ€re.
Bevor Israel und die USA im Juni vergangenen Jahres Luftangriffe auf den Iran geflogen und dabei auch drei Atomanlagen bombardiert hatten, verfĂŒgte das Land nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ĂŒber mehr als 400 Kilogramm Uran mit einem Reinheitsgrad von 60 Prozent. FĂŒr den Bau von Atomwaffen sind mehr als 90 Prozent nötig - eine solche weitere Anreicherung wĂ€re jedoch weniger aufwendig.
Nach EinschĂ€tzung von IAEA-Chef Rafael Grossi dĂŒrfte sich das Uran hauptsĂ€chlich in unterirdischen Tunneln und LagerstĂ€tten in den Atomanlagen in Isfahan und Natans befinden. Beide waren bereits im vergangenen Jahr bombardiert worden. Der Iran hat stets betont, sein Atomprogramm diene nur zivilen Zwecken und nicht der Entwicklung von Atomwaffen.
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