ROUNDUPTrump, Zölle

Zölle auf Autos und Lkw aus EU steigen auf 25 Prozent

01.05.2026 - 18:46:12 | dpa.de

US-PrĂ€sident Donald Trump will Zölle auf Autos und Lastwagen, die aus der EuropĂ€ischen Union in die USA eingefĂŒhrt werden, ab nĂ€chster Woche auf 25 Prozent erhöhen.

In seinem Post auf der Plattform Truth Social begrĂŒndete er das mit dem Vorwurf, dass sich die EU nicht an das vereinbarte Handelsabkommen halte.

Im Sommer vergangenen Jahres hatten sich Trump und EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen in einem Rahmenabkommen auf eine Obergrenze von 15 Prozent auf die meisten EU-Warenimporte in die USA geeinigt. Auch fĂŒr europĂ€ische Autos und Autoteile soll der Satz gelten. Im Gegenzug verpflichtet sich die EU, Zölle auf US-IndustriegĂŒter zu streichen und den Marktzugang fĂŒr US-Agrarprodukte wie Schweinefleisch und Milchprodukte zu erleichtern.

Weitere Zolldrohungen Trumps im Grönland-Konflikt und Unsicherheit nach einer Gerichtsentscheidung, die viele US-Zölle fĂŒr rechtswidrig erklĂ€rt hatte, hatten die Umsetzung des Zolldeals allerdings gebremst. Das EuropĂ€ische Parlament gab im MĂ€rz bekannt, die weitere Umsetzung des Abkommens mit den USA an strenge Bedingungen knĂŒpfen zu wollen. Die Abgeordneten sprachen sich mehrheitlich dafĂŒr aus. FĂŒr den Vollzug mĂŒssen auch die Mitgliedstaaten noch den entsprechenden Verordnungen zustimmen.

Trump: Ausnahme fĂŒr in den USA produzierte Fabrikate

Autos und Lastwagen von EU-Herstellern, die in den Vereinigten Staaten produziert werden, sind laut Trump von den Abgaben ausgenommen. Der US-PrÀsident will dadurch Autobauer auf der ganzen Welt dazu bewegen, trotz höherer Herstellungskosten mehr in den USA zu produzieren. Derzeit befÀnden sich "zahlreiche" ProduktionsstÀtten im Bau, das Investitionsvolumen liege bei mehr als 100 Milliarden US-Dollar (knapp 85,5 Mrd. Euro), schreibt er in seinem Post.

Das VerhĂ€ltnis zwischen den USA und europĂ€ischen LĂ€ndern war zuletzt angespannt. In den vergangenen Tagen war Trump etwa Bundeskanzler Friedrich Merz mehrfach verbal angegangen, weil dieser sich kritisch ĂŒber die US-Offensive gegen den Iran geĂ€ußert hatte. Kurz danach drohte er mit einem Abzug von US-Soldaten aus Deutschland. Wenig spĂ€ter stellte Trump entsprechende Überlegungen auch fĂŒr Italien und Spanien in Aussicht. Der US-PrĂ€sident kritisiert seit geraumer Zeit die aus seiner Sicht mangelnde UnterstĂŒtzung der EuropĂ€er bei seinem Krieg gegen den Iran.

So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis  Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
de | boerse | 69269351 |