USA: Michigan-Konsumklima trĂŒbt sich weniger ein als erwartet
Veröffentlicht am: 28.08.2026 um 17:09 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDie Stimmung der Verbraucher in den USA hat sich im August etwas weniger als erwartet eingetrĂŒbt. Das von der UniversitĂ€t Michigan erhobene Konsumklima fiel laut der am Freitag veröffentlichten zweiten SchĂ€tzung um 3,5 Punkte auf 51,7 ZĂ€hler. Volkswirte hatten mit der BestĂ€tigung der ErstschĂ€tzung von 51,0 Punkten gerechnet. Sowohl die Erwartungen der Verbraucher als auch die Bewertung der aktuellen Lage verschlechterte sich merklich.
"Angesichts der anhaltenden politischen Unsicherheit, unter anderem im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt, rechnen die Verbraucher sowohl kurz- als auch langfristig mit weiteren Anstiegen der Benzinpreise.", schrieb Joanne Hsu, Leiterin der Umfrage. "Neben den finanziellen Sorgen, die fĂŒr die EinschĂ€tzung der Wirtschaftslage durch die Verbraucher bislang im Vordergrund standen, wĂ€chst bei ihnen zunehmend die BefĂŒrchtung, dass sich die Aussichten in anderen Bereichen der Wirtschaft verschlechtern könnten."
Die kurzfristigen Inflationserwartungen der Verbraucher gaben auf hohem Niveau nach. Auf Sicht von einem Jahr sank sie von 4,2 auf 4,0 Prozent. ZunÀchst war noch ein Anstieg auf 4,3 Prozent ermittelt worden. Vor dem Iran-Krieg im Februar lag der Wert noch bei 3,4 Prozent. Die lÀngerfristigen Inflationserwartungen (5 bis 10 Jahre) verharrten bei 3,3 Prozent. Die US-Notenbank strebt lediglich eine Inflationsrate von 2 Prozent an. Im Juli war diese auf 3,4 Prozent gefallen.
Der Indikator der UniversitÀt Michigan misst das Kaufverhalten der Verbraucher in den USA. Er basiert auf einer telefonischen Umfrage unter etwa 500 Haushalten. Abgefragt werden die finanzielle und wirtschaftliche Lagebeurteilung sowie die entsprechenden Erwartungen.
