VanEck Seltene Erden ETF: 174 Prozent Plus in zwölf Monaten
01.06.2026 - 14:49:03 | boerse-global.deDer Hunger der Industrie nach kritischen Rohstoffen treibt den VanEck Seltene Erden ETF auf neue Höhen. Mit einem Plus von rund 174 Prozent innerhalb eines Jahres hat sich der Fonds zu einem zentralen Instrument für Anleger entwickelt. Allein seit Jahresbeginn verbucht das Papier einen Zuwachs von 30 Prozent.
Fokus auf strategische Metalle
Der ETF bildet den MVIS Global Rare Earth/Strategic Metals Index physisch ab. Aufgenommen werden ausschließlich Unternehmen, die mindestens 50 Prozent ihres Umsatzes in diesem Sektor erzielen oder über entsprechende Bergbauprojekte verfügen. Das Portfolio deckt neben seltenen Erden wie Neodym auch strategische Metalle wie Lithium, Kobalt und Graphit ab.
Dazu kommen Industriemetalle wie Wolfram, Vanadium und Molybdän. Auch High-Tech-Komponenten wie Gallium und Germanium, die für moderne Mikrochips unverzichtbar sind, gehören zum Anlagespektrum. Die Strategie der physischen Replikation stellt sicher, dass der ETF tatsächlich die Aktien der entsprechenden Bergbau- und Verarbeitungsunternehmen hält.
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Bedeutung für die Hochtechnologie
Diese Materialien bilden das Rückgrat moderner Industrien. Ohne sie stockt die Produktion von Halbleitern, der Ausbau der 5G-Infrastruktur oder die Fertigung von lasergestützten Verteidigungssystemen. Die globale Streuung des Index zielt darauf ab, Klumpenrisiken in der oft fragilen Lieferkette zu minimieren.
Westliche Nationen bemühen sich verstärkt, die Abhängigkeit von einzelnen Förderregionen bei der Gewinnung und Verarbeitung dieser kritischen Stoffe zu reduzieren. Der ETF bietet hier einen Zugang zu einem diversifizierten Korb von Produzenten, die von dieser Neuausrichtung der globalen Handelsströme profitieren könnten.
Volumen knackt Milliardenmarke
Das verwaltete Vermögen kletterte Ende Mai auf über 1,5 Milliarden USD. Der aktuelle Kurs liegt bei 16,68 Euro, was etwa neun Prozent unter dem Rekordhoch vom Mai rangiert. Die jährlichen Kosten belaufen sich auf 0,59 Prozent.
Anleger setzen mit diesem thesaurierenden Fonds auf die langfristige Verfügbarkeit kritischer Metalle. Da Dividenden direkt reinvestiert werden, bleibt das Kapital vollständig im Sektor gebunden. Damit partizipieren Investoren unmittelbar an der Wertschöpfungskette von Materialien, die für die globale Energiewende und digitale Souveränität als systemkritisch eingestuft werden.
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