VanEck Semiconductor ETF: Intel -7%, TSM -6% nach BofA-Studie
02.07.2026 - 11:28:53 | boerse-global.de
Am Dienstag markierte der VanEck Semiconductor ETF ein frisches Rekordhoch. Nur 24 Stunden später folgte der harte Rücksetzer auf exakt 104 Euro. Eine neue Branchenstudie schürt plötzlich Ängste vor einer Blase. Der KI-Boom bekommt erste Risse.
Experten warnen vor Überhitzung
Der Kurssturz folgte auf einen aktuellen Bericht der Bank of America. Die Analysten schlagen Alarm. Sie bewerten den gesamten Halbleitermarkt mittlerweile als echtes Risiko. Die enormen Ausgaben für KI-Infrastruktur seien kurzfristig kaum noch tragfähig.
Prominente Investoren pflichten dem bei. Michael Burry kritisiert die geplanten Megainvestitionen von Samsung und SK Hynix. Die Konzerne wollen gigantische Summen in neue Fabriken stecken. Burry sieht darin den Anfang vom Ende des aktuellen Zyklus. Er warnt vor enormen künftigen Überkapazitäten.
Der breite Ausverkauf traf am Mittwoch die Kernpositionen des Fonds. Die Tagesverluste der wichtigsten Branchenvertreter fielen deutlich aus:
- Intel: -7 Prozent
- Taiwan Semiconductor (TSM): -6 Prozent
- AMD: -5 Prozent
Trotz des Rücksetzers steht seit Jahresbeginn ein sattes Plus von 89 Prozent. Der Fonds handelt komfortabel über seinem 50-Tage-Durchschnitt von knapp 93 Euro. Allerdings kühlt die Dynamik spürbar ab.
Margendruck trifft Lieferketten
Parallel zum Bewertungsrisiko wächst der Kostendruck in der Branche. Wichtige Zulieferer wie Infineon und Texas Instruments haben zum ersten Juli ihre Preise angehoben. Das betrifft primär elementare Bauteile für das Energiemanagement.
Die Hersteller begründen den Aufschlag mit teurerer Energie und steigenden Frachtraten. Einerseits beweist das die intakte Preissetzungsmacht der Konzerne. Die Folge: sofortiger Margendruck bei den direkten Abnehmern.
Einige Beobachter bleiben tiefenentspannt. Analyst Andreas Steno Larsen verweist auf stark wachsende Exportzahlen aus Südkorea. Diese stützen das fundamentale Bild der Industrie weiterhin.
Die Schwankungsbreite des Fonds bleibt dennoch extrem hoch. Die annualisierte Volatilität liegt derzeit bei fast 59 Prozent. In der zweiten Jahreshälfte 2026 reagiert der Sektor enorm sensibel auf neue Prognosen. Kürzen große Tech-Konzerne ihre KI-Ausgaben, drohen sofortige Kursverluste im gesamten Sektor.
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