Varta, Aktie

Varta Aktie: Vertrieb neu besetzt

14.04.2026 - 19:14:39 | boerse-global.de

Der Batteriehersteller Varta startet nach dem StaRUG-Verfahren mit neuer Vertriebsführung und einer Roadshow für Energiespeicher durch. Porsche sichert als neuer Investor die Liquidität.

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Varta lässt die finanzielle Sanierung hinter sich. Nach dem harten Schnitt durch das StaRUG-Verfahren konzentriert sich der Batteriehersteller nun wieder auf das operative Geschäft. Neue Köpfe und eine Roadshow für Energiespeicher sollen verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen.

Neue Struktur im Vertrieb

Im Bereich Consumer Batteries gibt es einen personellen Wechsel. Daniel Kronwald übernimmt die Vertriebsleitung für den deutschen Fachhandel. Er folgt auf Andreas Preissler, der in den Ruhestand geht. Kronwald kennt das Unternehmen gut. Er ist bereits seit 2011 in verschiedenen Positionen für Varta tätig.

Mit dieser Besetzung will der Konzern das Geschäft mit Endkunden stabilisieren. Parallel dazu sollen die Vertriebsstrukturen effizienter werden. Es ist ein notwendiger Schritt. Das Unternehmen muss nach der Restrukturierung seine Marktpräsenz im klassischen Handel schnell festigen.

Fokus auf Heimspeicher

Indes setzt die Tochter VARTA Storage auf den wachsenden Markt für Energiespeicher. Im April startet die „EmPower“-Tour 2026. Diese Veranstaltungsreihe richtet sich gezielt an Installateure in ganz Deutschland. Im Fokus steht das System „Varta.wall BM2“.

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Diese Speicherlösung nutzt Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP). Eine integrierte Künstliche Intelligenz steuert dabei das Energiemanagement im Haus. Varta versucht so, sich technologisch von der internationalen Konkurrenz abzuheben. Heimspeicher gelten als zentraler Wachstumsmarkt für den Konzern.

Porsche sichert die Liquidität

Die operative Neuausrichtung folgt auf eine radikale Bilanzreinigung. Die Verschuldung sank durch den Sanierungsplan auf rund 230 Millionen Euro. Neue Mehrheitseigentümer sichern die Liquidität. Neben Montana Tech Components ist nun auch die Porsche AG an Bord.

Der Sportwagenbauer hat im März die Mehrheit an der Tochter V4Drive Battery übernommen. Für Altaktionäre bleibt die Lage jedoch bitter. Ihr Kapital wurde im Zuge des Sanierungsverfahrens komplett herabgesetzt. Das Ziel für das Management ist nun klar definiert: Bis Ende 2027 soll die Profitabilität in den verbliebenen Kernbereichen Microbattery und Household Appliances wiederhergestellt sein.

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Varta fokussiert sich in den kommenden Monaten auf die Umsetzung dieses Sanierungskonzepts. Ein detaillierter Finanzkalender mit Terminen für die nächsten Quartalsberichte im laufenden Frühjahr steht derzeit noch aus. Ob die neuen Vertriebsstrategien schnell genug greifen, wird sich an den ersten operativen Kennzahlen des Geschäftsjahres messen lassen.

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