VAT Group Aktie: Test der 50-Tage-Linie
Veröffentlicht am: 26.07.2026 um 20:44 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Rekordauftragseingang auf der einen Seite, gedrückte Margen auf der anderen. Bei VAT Group prallen diese beiden Nachrichten aufeinander. Die kommende Woche liefert gleich mehrere Antworten darauf, wohin die Reise geht.
Starke Bestellungen, schwache Marge
Der Auftragseingang der VAT Group erreichte im zweiten Quartal 500 Millionen Schweizer Franken. Das ist ein historischer Höchstwert. Der massive Kapazitätsausbau kostet allerdings Geld und drückte zuletzt auf die operativen Margen.
Der Markt hat die guten Nachrichten längst eingepreist. Seit Jahresbeginn steht die Aktie mit 70 Prozent im Plus. Auf Wochensicht ging es zuletzt um 2,83 Prozent nach unten, der Kurs schloss am Freitag bei 701,60 Euro.
Damit notiert das Papier knapp unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 710,68 Euro. Ein nachhaltiger Sprung über diese Marke gilt als Signal für eine erneute Annäherung an das 52-Wochen-Hoch bei 786,80 Euro. Aktuell fehlen dazu noch rund elf Prozent.
Hyperscaler-Zahlen entscheiden über die Chip-Nachfrage
In der kommenden Woche blicken Anleger vor allem auf die US-Tech-Riesen. Microsoft, Amazon und Meta legen ihre Quartalszahlen vor und geben damit einen Ausblick auf ihre Investitionsbudgets für Rechenzentren.
Diese Zahlen betreffen VAT direkt. Der Schweizer Konzern ist Weltmarktführer für Hochvakuum-Ventile und damit ein zentraler Zulieferer für die Chip-Fertigung. Schrauben die Hyperscaler ihre Investitionen für KI-Infrastruktur weiter nach oben, profitiert die gesamte Wafer-Fab-Equipment-Branche. Analysten erwarten für diesen Markt im Jahr 2026 ein Volumen von rund 145 Milliarden US-Dollar.
Die Fed mischt mit
Am Mittwoch, den 29. Juli, entscheidet die US-Notenbank über ihren Leitzins. Als wachstumsstarker Technologiewert reagiert VAT sensibel auf solche Zinssignale. Steigende Zinsen verteuern künftige Gewinne in der Bewertung, das trifft besonders Wachstumsaktien mit hohen Erwartungen.
Der Relative-Stärke-Index liegt bei 45,3 Punkten. Das deutet weder auf eine Überkauft- noch auf eine Überverkauft-Situation hin. Die Aktie hat damit Spielraum in beide Richtungen, je nachdem, welche Signale von der Fed und den Tech-Konzernen kommen.
Zwei Termine bestimmen also die kommende Handelswoche: die Fed-Entscheidung am Mittwoch und die Zahlen der Hyperscaler. Hält die Aktie die Marke von 701,60 Euro und schafft den Sprung über den 50-Tage-Durchschnitt, wäre das ein erstes Signal für die Fortsetzung des Aufwärtstrends.
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