Vedanta Aktie: Vier Töchter seit 15. Juni
Veröffentlicht: 08.07.2026 um 05:18 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Die Vedanta-Gruppe steht nach ihrer Aufspaltung unter genauer Beobachtung. Neue Produktionsdaten für das erste Quartal zeigen nun ein zweigeteiltes Bild beim indischen Rohstoffgiganten. Während Aluminium und Stahl zulegen, schwächelt das Energiegeschäft.
Wachstum bei Aluminium und Erz
Vedanta Aluminium steigerte die Produktion um fünf Prozent auf 632 Kilotonnen. Parallel dazu sicherte sich die Sparte wichtige Abbaurechte für einen Kohleblock im Norden des Landes. Hinzu kam im Juni die Genehmigung zur Minenöffnung.
Im Segment Eisen und Stahl stieg die Produktion von verkaufsfähigem Erz um vier Prozent. Das Volumen erreichte damit 2,6 Millionen Tonnen. Die Tochtergesellschaft Hindustan Zinc trug mit einem moderaten Plus bei den Fördermengen zum Ergebnis der Muttergesellschaft Vedanta Ltd bei.
Einbruch im Energiesektor
Im Öl- und Gassektor verbuchte die Gruppe hingegen einen herben Rückschlag. Die tägliche Förderung brach im Jahresvergleich um 17 Prozent ein. Die Sparte meldete lediglich einen Ausstoß von 77,7 Tausend Barrel Öläquivalent.
Die Stromverkäufe von Vedanta Power sprangen derweil um 38 Prozent nach oben. Dies lag vor allem an der Expansion durch das Unternehmen Meenakshi Energy. Bei Vedanta Power sank der Aktienkurs dennoch um drei Prozent.
Aufspaltung soll Werte heben
Dieser operative Bericht folgt unmittelbar auf die radikale Aufspaltung des Konglomerats. Seit dem 15. Juni sind vier neue Gesellschaften eigenständig an der Börse gelistet. Ziel dieser Maßnahme ist der Abbau der hohen Verschuldung der Muttergesellschaft.
Anleger reagierten am 7. Juli mit Verkäufen auf die uneinheitlichen Daten. Die Aktie von Vedanta Ltd handelte am Ende des Tages um 2,50 Prozent im Minus. Die Marktteilnehmer bewerten nun, wie effizient die dezentralen Sparten ihre Schuldenlast ohne die Konzernmutter bewältigen.
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