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Vera Bradley Inc-Aktie (US92335C1062): Modemarke plant Fusion mit Codex Beauty und ändert Namen

23.05.2026 - 16:31:29 | ad-hoc-news.de

Die US-Lifestylemarke Vera Bradley plant die Fusion mit Codex Beauty und will sich in VRA Holding umbenennen. Was steckt hinter dem Schritt, wie lief das letzte Quartal und was bedeutet das für Anleger in Deutschland? Ein Überblick über Zahlen, Strategie und Risiken.

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Die Aktie von Vera Bradley Inc steht nach einer strategischen Neuausrichtung im Fokus: Das Unternehmen will mit dem kalifornischen Kosmetikunternehmen Codex Beauty Labs fusionieren und sich im Zuge der Transaktion in VRA Holding umbenennen. Der Zusammenschluss wurde laut einer Mitteilung vom 08.05.2024 bekanntgegeben, die Details wurden in weiteren Unterlagen vertieft, wie aus Investor-Informationen auf der Unternehmenswebsite hervorgeht, auf die sich Berichte von US-Finanzportalen stützen.

Der Spezialist für Handtaschen, Reisegepäck und Accessoires aus den USA versucht damit, sein Geschäftsmodell jenseits des reinen Taschen- und Lifestyle-Segments zu verbreitern und stärker auf den wachstumsstarken Bereich der Clean-Beauty-Produkte zu setzen. Vera Bradley soll nach Abschluss der Transaktion eine Mehrheitsbeteiligung an Codex Beauty halten, während das kombinierte Unternehmen neue Kapitalquellen und Skaleneffekte im Vertrieb nutzen möchte, wie aus Unternehmensangaben vom 08.05.2024 hervorgeht, über die unter anderem US-Fachmedien berichteten.

Stand: 23.05.2026

Von der Redaktion - spezialisiert auf Aktienberichterstattung.

Auf einen Blick

  • Name: Vera Bradley Inc
  • Sektor/Branche: Lifestyle, Mode, Accessoires, Kosmetik
  • Sitz/Land: Fort Wayne, USA
  • Kernmärkte: USA, ausgewählte internationale Online-Märkte
  • Wichtige Umsatztreiber: Handtaschen, Reisegepäck, Accessoires, Direktvertrieb, E-Commerce
  • Heimatbörse/Handelsplatz: Nasdaq (Ticker: VRA)
  • Handelswährung: US-Dollar

Vera Bradley Inc: Kerngeschäftsmodell

Vera Bradley Inc ist ein US-Unternehmen, das sich auf farbenfrohe, oft gemusterte Handtaschen, Reisegepäck, Accessoires und Geschenkartikel spezialisiert hat. Die Marke wurde in den 1980er-Jahren in Indiana gegründet und ist in den USA vor allem für textile, gepolsterte Produkte mit floralen oder grafischen Designs bekannt. Das Geschäftsmodell baut auf dem Verkauf über eigene Stores, Outlet-Standorte, E-Commerce-Plattformen und ausgewählte Handelspartner auf, wie aus den Unternehmensunterlagen und Geschäftsberichten hervorgeht.

Das Unternehmen berichtete in seinem Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2023, der im Frühjahr 2024 veröffentlicht wurde, dass es die Aktivitäten im stationären Handel strafft und sich stärker auf rentable Filialen, Outlets und den digitalen Vertrieb konzentriert. Gleichzeitig bleibt der Großhandel mit ausgewählten Einzelhändlern ein wichtiger Absatzkanal. Kunden sind überwiegend mode- und preisbewusste Konsumenten, die Wiedererkennbarkeit, Musterdesign und funktionale Produkte suchen, wie aus Managementaussagen im Rahmen des Jahresberichts hervorgeht, über die US-Medien berichteten.

Im laufenden Transformationsprozess setzt Vera Bradley auf ein mehrstufiges Geschäftsmodell: Neben dem Kernlabel Vera Bradley spielt die Beteiligung an der Jugend- und Accessoiresmarke Pura Vida eine Rolle, wobei sich das Unternehmen in den vergangenen Jahren stärker auf Profitabilität statt reines Wachstum konzentrierte. Die Ausweitung auf den Clean-Beauty-Markt über Codex Beauty soll die Abhängigkeit von klassischen Accessoires reduzieren und neue Kundengruppen erschließen, wie aus der Fusionsvereinbarung vom 08.05.2024 hervorgeht.

Die Geschäftsführung betonte im Zusammenhang mit der geplanten Fusion, dass Vera Bradley durch die Kombination mit Codex Beauty eine Plattform schaffen wolle, die sowohl Mode- als auch Beautyprodukte umfasst und die Kompetenzen in Design, Marketing und Direktvertrieb über digitale Kanäle zusammenführt. Dabei sollen die bestehenden E-Commerce-Strukturen und die Markenbekanntheit von Vera Bradley genutzt werden, um die Reichweite von Codex Beauty auszubauen, während die Beauty-Marke Know-how im Bereich wissenschaftlich fundierter und nachhaltiger Kosmetik einbringt.

Wichtigste Umsatz- und Produkttreiber von Vera Bradley Inc

Die wichtigsten Umsatztreiber von Vera Bradley Inc lagen historisch im Verkauf von Handtaschen, Rucksäcken und Reisegepäck. Der Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2023, der im Frühjahr 2024 veröffentlicht wurde, hob hervor, dass der Direktvertrieb über eigene Stores und den Online-Shop den größten Umsatzanteil stellt. Ergänzend steuern der Großhandel mit ausgewählten Einzelhändlern und Partnerschaften mit Kaufhausketten zusätzliche Erlöse bei, wie aus den im Bericht dargelegten Zahlen hervorgeht, die in US-Finanzmedien analysiert wurden.

Die Produktpalette reicht von Alltagstaschen über Weekender und Koffer bis hin zu kleineren Accessoires wie Geldbörsen, Kosmetiktaschen oder Technik-Hüllen. Saisonale Kollektionen und limitierte Muster spielen für die Marke eine zentrale Rolle, da Stammkunden häufig mehrere Produkte in unterschiedlichen Designs erwerben. Lizenzprodukte in den Bereichen Home und Lifestyle kommen hinzu, bleiben aber im Vergleich zum Kerngeschäft mit Taschen und Reisegepäck ein ergänzender Baustein.

Ein weiterer Treiber ist der Onlinehandel. Vera Bradley investiert seit Jahren in die Optimierung des eigenen Webshops, digitale Marketingkampagnen und Personalisierungsangebote. Der Anteil des E-Commerce am Gesamtumsatz ist laut Jahresbericht 2023 über die vergangenen Jahre gewachsen, wobei insbesondere während der Pandemie eine Verschiebung hin zum Onlineverkauf stattfand, wie aus Unternehmensangaben hervorgeht. Zudem nutzt das Unternehmen Online-Marktplätze und Social-Media-Kanäle, um neue Kundengruppen zu erschließen.

Die Beteiligung an der Marke Pura Vida, einem Anbieter von Armbändern und Schmuck mit starkem Online- und Social-Commerce-Fokus, trägt ebenfalls zum Umsatz bei. Laut Angaben im Geschäftsbericht 2023 betreibt Pura Vida ein eigenständiges Geschäftsmodell mit hoher Präsenz in sozialen Netzwerken und arbeitet mit Influencern zusammen, um Produkte zu bewerben. Vera Bradley profitierte dadurch von neuen Absatzkanälen und Erfahrungen im D2C-Bereich, wobei das Management den Fokus zunehmend auf Profitabilität und Margenstabilisierung legt.

Mit der geplanten Integration von Codex Beauty würden künftig zusätzlich Hautpflegeprodukte, insbesondere im Bereich Clean-Beauty und dermatologisch getestete Formulierungen, ins Portfolio aufgenommen. Clean-Beauty-Produkte richten sich an Kunden, die Wert auf bestimmte Inhaltsstoffstandards und Nachhaltigkeit legen. Aus öffentlich zugänglichen Unternehmensinformationen geht hervor, dass Codex Beauty bereits in mehreren Märkten aktiv ist und über einen wissenschaftsorientierten Ansatz verfügt, etwa durch klinische Tests und dermatologische Studien. Dies könnte für Vera Bradley neue Cross-Selling-Möglichkeiten eröffnen, etwa durch kombinierte Mode- und Beauty-Angebote in Online-Kampagnen.

Aktuelle Geschäftszahlen und Profitabilität

Vera Bradley Inc veröffentlichte im März 2024 die Zahlen für das am 03.02.2024 beendete Geschäftsjahr 2023/24. Das Unternehmen meldete für diesen Zeitraum einen Jahresumsatz, der im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr leicht zurückging, während sich die Profitabilität verbesserte. Die Zahlen wurden am 13.03.2024 publiziert, wie aus der Ergebnismitteilung hervorgeht, über die US-Finanzportale berichteten, darunter Reuters Stand 14.03.2024.

Die Bruttomarge entwickelte sich im Berichtsjahr stabil bis leicht positiv, was auf ein verbessertes Preis- und Rabattmanagement sowie Kostendisziplin zurückgeführt wurde. Gleichzeitig reduzierte Vera Bradley die Zahl eigener Filialen und prüfte Märkte, in denen der stationäre Handel nicht mehr ausreichend profitabel war. In der Ergebnispräsentation betonte das Management, dass die operative Marge von Einsparungen bei Verwaltungskosten und einem Fokus auf margenstarke Produkte profitierte, wie aus der Präsentation vom 13.03.2024 hervorgeht, über die US-Börsenportale berichteten.

Für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2024/25 hatte das Unternehmen zum Zeitpunkt der genannten Veröffentlichung eine Prognose abgegeben, die von moderatem Umsatzdruck in einigen Kanälen, aber einer Fortsetzung der Profitabilitätsverbesserung ausging. Die Unternehmensführung stellte in Aussicht, dass sich die geplante Fusion mit Codex Beauty zwar zunächst in einmaligen Transaktionskosten niederschlagen dürfte, langfristig aber Effizienzvorteile und eine breitere Margenbasis bringen könne, wie aus vorbereitenden Transaktionsunterlagen hervorgeht, über die US-Medien berichteten.

Die Bilanzstruktur von Vera Bradley war laut Geschäftsbericht 2023 von vergleichsweise niedrigen Finanzverbindlichkeiten geprägt, da das Unternehmen in der Vergangenheit vorsichtig mit Fremdkapital agierte. Gleichzeitig hielt es signifikante Bestände an Vorräten, die je nach Saison und Nachfrage angepasst werden müssen. In der Ergebnispräsentation vom 13.03.2024 wies das Management darauf hin, dass ein fortgesetztes Bestandsmanagement und ein gezielter Abbau von Lagerüberhängen entscheidend seien, um die Bruttomarge zu stabilisieren und Kapital zu schonen.

Strategische Neuausrichtung durch Fusion mit Codex Beauty

Die geplante Fusion mit Codex Beauty Labs ist der zentrale strategische Schritt von Vera Bradley in jüngerer Zeit. Die Vereinbarung wurde am 08.05.2024 bekanntgegeben und sieht vor, dass Codex Beauty in das börsennotierte Vehikel von Vera Bradley eingebracht wird, wie aus Unternehmensangaben hervorgeht, über die US-Finanzmedien berichteten. Nach Abschluss der Transaktion soll das kombinierte Unternehmen unter dem Namen VRA Holding firmieren, wie in der Fusionsdokumentation dargestellt wurde, auf die sich Berichte von Analysten und Medien beziehen.

Die Fusion wird als Reverse-Merger-ähnliche Struktur beschrieben, bei der Codex Beauty im Gegenzug für Aktienanteile eingebracht wird. Ziel ist der Aufbau einer diversifizierten Konsumgüterplattform, die sowohl Mode- als auch Beauty-Produkte umfasst. Dabei soll Vera Bradley seine etablierten Vertriebswege, insbesondere online, nutzen, während Codex Beauty seine wissenschaftlichen Kompetenzen, Produktentwicklungsprozesse und Clean-Beauty-Zertifizierungen einbringt. Die Unternehmensführung erklärte, dass damit langfristig neue Wachstumspfade geschaffen und die Abhängigkeit von zyklischen Mode- und Accessoires-Trends reduziert werden solle.

Codex Beauty positioniert sich nach eigenen Angaben als Anbieter von Clean-Beauty-Hautpflege, der auf wissenschaftlich validierte Inhaltsstoffe, dermatologische Tests und nachhaltige Verpackungen setzt. Das Unternehmen verfügt über eine internationale Ausrichtung mit Vertriebsaktivitäten in mehreren Regionen und arbeitet mit Dermatologen und Forschungseinrichtungen zusammen, wie aus öffentlich zugänglichen Informationen auf der Codex-Website hervorgeht. Vera Bradley erhofft sich dadurch Zugang zu einem wachsenden Marktsegment, in dem Verbraucher zunehmend auf Inhaltsstoffe und Nachhaltigkeit achten.

Die geplante Umbenennung von Vera Bradley in VRA Holding symbolisiert einen Schritt hin zu einer gruppenartigen Struktur, in der mehrere Marken und Geschäftsfelder gebündelt werden können. In den Transaktionsunterlagen wird darauf hingewiesen, dass die Marke Vera Bradley im Tagesgeschäft weiter bestehen und ihre Produkte wie bisher anbieten soll, während die Holding als Dach für Mode- und Beautyaktivitäten fungiert. Dies könnte es ermöglichen, künftig weitere Marken oder Beteiligungen in verwandten Segmenten zu integrieren, falls sich entsprechende Chancen ergeben.

Für die Umsetzung der Transaktion sind die Zustimmung der Aktionäre, regulatorische Freigaben und der Abschluss der vertraglich vereinbarten Bedingungen erforderlich. In den Veröffentlichungen vom 08.05.2024 wurde betont, dass die Parteien den Vollzug für einen Zeitraum innerhalb der folgenden Monate anstrebten, vorbehaltlich der üblichen Closing-Bedingungen. Die genaue Struktur der Gegenleistung, etwa in Form neu ausgegebener Aktien, wurde in den Unterlagen näher beschrieben, über die US-Finanzportale berichteten.

Marktumfeld für Lifestyle- und Beauty-Unternehmen

Vera Bradley agiert in einem wettbewerbsintensiven Markt für Mode- und Lifestyle-Produkte. In den USA konkurriert das Unternehmen mit internationalen Marken und lokalen Anbietern, die ähnliche Produktkategorien wie Handtaschen, Rucksäcke und Reisegepäck anbieten. Der Markt ist von Trends, Markenimage und Preispunkt geprägt. Unternehmen müssen regelmäßig neue Designs und Kollektionen lancieren, um die Aufmerksamkeit der Kunden zu sichern. Laut Marktforschungsdaten von Branchenanalysten, die 2023 und 2024 veröffentlicht wurden, steht der Bereich erschwinglicher Lifestyle-Produkte besonders unter Druck durch Online-Wettbewerber und verändertes Einkaufsverhalten.

Im Beauty-Segment, in das Vera Bradley über Codex Beauty einsteigen will, verweisen Analysten auf ein langfristig wachsendes Marktvolumen im Bereich Hautpflege und Clean-Beauty. Marktforschungsunternehmen berichteten 2023, dass Clean-Beauty-Produkte überdurchschnittliche Wachstumsraten verzeichneten, da Konsumenten stärker auf Inhaltsstoffe, Transparenz und Nachhaltigkeit achten, wie etwa Auswertungen von internationalen Studienhäusern nahelegen. Für ein Unternehmen wie Vera Bradley bietet der Einstieg über einen bereits etablierten Clean-Beauty-Anbieter die Möglichkeit, an dieser Entwicklung teilzuhaben, ohne eine eigene Kosmetikmarke von Grund auf aufbauen zu müssen.

Gleichzeitig bestehen strukturelle Herausforderungen: Der Beauty-Markt ist fragmentiert, die Regulierungsanforderungen sind höher als im reinen Accessoires-Segment, und Markenaufbau sowie Produktentwicklung können kapitalintensiv sein. Vera Bradley muss daher die Integration von Codex Beauty sorgfältig gestalten, um Synergien zu realisieren, ohne die bestehenden Markenidentitäten zu verwässern. Zudem kann der Erfolg stark von der Akzeptanz der Produkte bei Verbrauchern abhängen, die sich im Clean-Beauty-Segment häufig intensiv mit Inhaltsstoffen befassen.

Der Strukturwandel im Einzelhandel, insbesondere in den USA, spielt ebenfalls eine Rolle. Verschiebungen hin zum Onlinehandel, Filialschließungen in Einkaufszentren und veränderte Besucherfrequenzen wirken sich direkt auf Anbieter von Mode- und Accessoiresprodukten aus. Laut Branchenberichten, die 2023 und 2024 veröffentlicht wurden, reagieren Unternehmen mit Omnichannel-Strategien, einem stärkeren Fokus auf E-Commerce und teilweise auch mit Rückzug aus schwächeren Standorten. Vera Bradley folgt diesem Muster, indem weniger profitable Filialen geschlossen und die Onlinepräsenz gestärkt werden, wie aus dem Geschäftsbericht 2023 hervorgeht.

Relevanz von Vera Bradley Inc für deutsche Anleger

Für Anleger in Deutschland ist die Vera Bradley Inc-Aktie vor allem über US-Handelsplätze und ausgewählte außerbörsliche Handelsplattformen zugänglich. Der Hauptnotizplatz ist die Nasdaq, wie aus Angaben des Unternehmens und der Börsenbetreiber hervorgeht. Deutsche Anleger, die US-Aktien in ihrem Depot halten, können damit an der Entwicklung des Nischenanbieters im Lifestyle- und Clean-Beauty-Segment teilhaben. Zugleich bestehen währungsbedingte Risiken, da die Aktie in US-Dollar notiert und sich Wechselkursbewegungen zwischen Euro und Dollar auf die Rendite aus deutscher Sicht auswirken können.

Operativ erzielt Vera Bradley den Großteil seiner Umsätze in den USA, jedoch werden Produkte über E-Commerce und internationale Vertriebspartner teilweise auch außerhalb des Heimatmarkts angeboten. Für deutsche Konsumenten ist die Marke weniger präsent als in Nordamerika, doch die strategische Ausrichtung auf Onlineverkauf und die geplante Ausweitung auf Clean-Beauty könnten langfristig auch Chancen in europäischen Märkten eröffnen. Wie schnell und in welchem Umfang dies geschieht, hängt jedoch von strategischen Entscheidungen des Managements und möglichen Partnerschaften ab.

Deutsche Anleger, die an strukturellen Trends wie Clean-Beauty, E-Commerce und Lifestyle-Marken interessiert sind, finden bei Vera Bradley ein Beispiel für ein kleineres, spezialisierteres US-Unternehmen. Anders als globale Großkonzerne ist Vera Bradley stärker auf bestimmte Kundengruppen fokussiert und reagiert sensibel auf Veränderungen im Konsumverhalten. Entsprechend können Unternehmensmeldungen, Filialanpassungen, Kooperationen oder Fortschritte bei der Fusion mit Codex Beauty zu deutlichen Kursbewegungen führen, die von Marktbeobachtern genau verfolgt werden.

Risiken und Herausforderungen

Mit der geplanten Fusion und Umbenennung stehen Vera Bradley mehrere Risiken gegenüber. Zum einen besteht Integrationsrisiko: Die Zusammenführung von Mode- und Beauty-Geschäft in einer Holdingstruktur erfordert abgestimmte Strategien, klare Markenführung, effiziente Prozesse und eine einheitliche Unternehmenskultur. Misslingt diese Integration oder dauern Synergieeffekte länger als erwartet, kann sich dies belastend auf Margen und Wachstum auswirken. Branchenbeispiele zeigen, dass Fusionen im Konsumgüterbereich häufig komplex sind und in den ersten Jahren höhere Kosten verursachen.

Ein weiteres Risiko ist die Marktvolatilität im Accessoires- und Lifestyle-Bereich. Modeströmungen ändern sich kurzfristig, und Trends wie Minimalismus oder nachhaltiger Konsum können sich auf die Nachfrage nach bestimmten Produktkategorien auswirken. Vera Bradley muss kontinuierlich Kollektionen, Muster und Produktangebote anpassen, um für Kunden relevant zu bleiben. Gleichzeitig kann ein zu schneller Wechsel von Designs Stammkunden irritieren, die gerade die Wiedererkennbarkeit der Marke schätzen.

Im Clean-Beauty-Segment bestehen regulatorische und reputationsbezogene Risiken. Änderungen in kosmetikrechtlichen Vorgaben, etwa bei Inhaltsstoffen oder Kennzeichnungspflichten, könnten Anpassungen in Formulierungen und Verpackungen notwendig machen. Zudem ist Vertrauen ein zentraler Faktor: Negative Bewertungen, Kritik an Inhaltsstoffen oder Produktreklamationen können sich schnell in sozialen Medien verbreiten und Markenimage sowie Absatz belasten. Codex Beauty und die künftige VRA Holding müssen daher in Qualitätssicherung, Forschung und Kommunikation investieren.

Hinzu kommen allgemeine Risiken wie konjunkturelle Abschwächungen, die Kaufzurückhaltung bei nicht lebensnotwendigen Produkten wie Handtaschen und Accessoires zur Folge haben können. Auch steigende Transport-, Personal- oder Rohstoffkosten können die Marge belasten, falls Preisanpassungen am Markt nur begrenzt durchsetzbar sind. Wechselkursbewegungen zwischen US-Dollar und anderen Währungen beeinflussen zudem internationale Umsätze und die Bewertung aus Sicht ausländischer Anleger, darunter Investoren aus Deutschland.

Wichtige Termine und potenzielle Katalysatoren

Für die weitere Entwicklung von Vera Bradley und der geplanten VRA Holding sind mehrere Termine und Ereignisse bedeutsam. Dazu zählen insbesondere die Aktionärsversammlungen, auf denen über die Fusion mit Codex Beauty und die Umbenennung abgestimmt wird. Die Einladungen und Unterlagen hierzu wurden im Jahr 2024 veröffentlicht, wie aus Investor-Mitteilungen hervorgeht, die auf der Unternehmenswebsite abrufbar sind. Zustimmung und Vollzug der Transaktion gelten als wesentliche Katalysatoren, da sie den Weg zu einer neuen Konzernstruktur ebnen.

Daneben bleiben die regelmäßigen Quartals- und Jahreszahlen wichtige Zeitpunkte, an denen der Markt die operative Entwicklung von Vera Bradley und perspektivisch der kombinierten Gesellschaft bewertet. Die Veröffentlichungstermine werden üblicherweise im Finanzkalender des Unternehmens kommuniziert, wie aus Investor-Relations-Informationen hervorgeht. Marktteilnehmer achten dabei insbesondere auf Umsatzentwicklung in den Kernsegmenten, Brutto- und operative Marge, Fortschritte beim Filial- und Kostenmanagement sowie auf Aussagen zum Stand der Integration von Codex Beauty und zur Entwicklung des Clean-Beauty-Geschäfts.

Offizielle Quelle

Für Informationen aus erster Hand zu Vera Bradley Inc lohnt sich der Besuch der offiziellen Unternehmenswebsite.

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Fazit

Vera Bradley Inc befindet sich mit der geplanten Fusion mit Codex Beauty Labs und der vorgesehenen Umbenennung in VRA Holding in einer strategisch wichtigen Übergangsphase. Das Unternehmen will sein klassisches Kernsegment mit Handtaschen und Accessoires um Clean-Beauty-Produkte ergänzen und so eine breitere Positionierung im Konsumgütermarkt erreichen. Die Kombination aus Lifestyle- und Beauty-Geschäft eröffnet Chancen für Cross-Selling, eine stärkere Nutzung von E-Commerce-Strukturen und eine diversifiziertere Margenbasis.

Gleichzeitig bringt die Neuausrichtung eine Reihe von Risiken mit sich. Die Integration von Codex Beauty, die Weiterentwicklung des Geschäftsmodells und die Anpassung an ein volatiles Marktumfeld erfordern konsequentes Management und Investitionen. Für Anleger in Deutschland, die sich mit spezialisierten US-Konsumwerten auseinandersetzen, bleibt die Aktie damit ein Beispiel für ein Unternehmen im Wandel, dessen Zukunft maßgeblich von der erfolgreichen Umsetzung der Transformations- und Integrationspläne abhängt.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Aktien sind volatile Finanzinstrumente. Dieser Artikel wurde dank AI Unterstützung so ausführlich und informativ erstellt

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