Verband fordert 'Backup-System fĂŒr NotfĂ€lle' im Stromnetz
Veröffentlicht am: 03.09.2026 um 06:32 Uhr | dpa, AD HOC NEWSBioenergie und Wasserkraft seien beispielsweise schwarzstartfĂ€hig, sagte BEE-PrĂ€sidentin Ursula Heinen-Esser der "Rheinischen Post" (Donnerstag). Das heiĂt, sie könnten etwa nach einem Stromausfall ohne externe Stromversorgung schnell wieder hochgefahren werden. "Auch Batteriespeicher können im Ernstfall kurzfristig einspringen und gĂŒnstigen Strom bereitstellen."
Zugleich rĂ€umte Heinen-Esser ein, dass es "keinen vollstĂ€ndigen Schutz vor derartigen Angriffen" gebe. "Aber wir können in der aktuellen Phase der Energiewende bewusster darauf achten, die Risiken zu minimieren und unsere Energieversorgung so aufstellen, dass mögliche Angriffe frĂŒher entdeckt werden und geringere Auswirkungen haben." Viele kleinere, dezentrale Erzeuger könnten hierfĂŒr ein wichtiger Baustein sein.
Zwei Angriffe auf die Stromversorgung in kĂŒrzester Zeit
Innerhalb kĂŒrzester Zeit hatte es in dieser Woche sowohl einen Angriff auf die Stromversorgung des Umspannwerks Turnow-Preilack in SĂŒdbrandenburg, als auch eine Störung an einem Umspannwerk in Bergheim bei Köln gegeben. In der NĂ€he beider Orte wurden nach Angaben der Behörden Abschussvorrichtungen und Pyrotechnik gefunden, die womöglich bereits vor lĂ€ngerer Zeit dort installiert worden waren. Die Ermittler gehen davon aus, dass beide VorfĂ€lle auf verfassungsfeindliche Sabotage zurĂŒckzufĂŒhren sind.
Auch die Vorsitzende der HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft, Kerstin Andreae, fordert nach den Angriffen MaĂnahmen. Detaillierte Informationen und PlĂ€ne zu kritischen Infrastrukturen dĂŒrften potenziellen Angreifern nicht frei zugĂ€nglich sein, sagte sie der Zeitung. Datenschutzbestimmungen mĂŒssten so angepasst werden, "dass auch angrenzende öffentliche Bereiche rechtssicher per Kamera ĂŒberwacht werden können".
