Verband: Mietmarkt fĂŒr FahrrĂ€der noch stark ausbaufĂ€hig
Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 06:26 Uhr | dpa, AD HOC NEWSNach Erhebungen von "Zukunft Fahrrad" gab es Anfang September in Deutschland 102.550 FahrrĂ€der, die rund um die Uhr ĂŒber Bikesharing-Systeme ausgeliehen werden konnten. Das waren 1,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Daneben gab es noch rund 98.000 private Fahrrad-Abos und bis zu 14.000 gewerbliche VertrĂ€ge, mit denen Unternehmen beispielsweise RĂ€der fĂŒr ihre Lieferdienste anmieten. BerĂŒcksichtigt wurden sowohl E-Bikes als auch FahrrĂ€der ohne Motor. Nicht enthalten sind Fahrradverleihe insbesondere in touristischen Gebieten.
Im Vergleich zum Gesamtmarkt mit mehr als 90 Millionen RĂ€dern im Bestand und rund 3,8 Millionen NeuverkĂ€ufen in diesem Jahr sind das sehr geringe Zahlen fĂŒr Leih- und Mietangebote. Nach EinschĂ€tzung von Zukunft Fahrrad könnte diese aber gezielt gesteigert werden.
Es fehle ein steuerlicher Anreiz fĂŒr Fahrrad-Abos und Bikesharing, meint GeschĂ€ftsfĂŒhrer Wasilis von Rauch. Steuerlich vereinfachte MobilitĂ€tsbudgets fĂŒr nachhaltige MobilitĂ€t könnten diese LĂŒcke fĂŒllen und Arbeitgebern ein wichtiges Angebot fĂŒr MobilitĂ€t von Mitarbeitenden ermöglichen.
FĂŒr Essenslieferdienste böten gewerbliche MietfahrrĂ€der eine verkehrssichere und verlĂ€ssliche Alternative zu den derzeit noch hĂ€ufig genutzten illegal motorisierten Billig-Fatbikes aus China, so der Verband. Hier sei ein gezieltes Eingreifen der Marktaufsicht gegen illegale Lieferbikes notwendig und die Lieferdienste mĂŒssten stĂ€rker in die Verantwortung genommen werden.
